Brose Bamberg erlebt eine Achterbahnfahrt. Die Franken durchliefen einen Trainerwechsel in der Saison, gewannen den Pokal und erreichten das Final Four der Basketball Champions League. Seit Wochen ist allerdings die Luft raus. Rasta Vechta ist das Überraschungsteam der Bundesliga. Der Aufsteiger hat die Saison auf Platz vier beendet und Spiel eins der Serie gegen Bamberg zuhause gewonnen.     Viele Weisheiten wurde im ersten Duell auf den Kopf gestellt. Vechta wirkte trotz etlichen Verletzten frischer, Bamberg dagegen behäbig. Nun muss Brose in der Serie ausgleichen.   Rasta Vechta gegen Brose Bamberg ist nicht nur das Duell des Vierten gegen den Fünften in der easyCredit Basketball Bundesliga. Es ist auch ein Duell der Gegensätze. Das Powerhouse Bamberg mit schillernden Namen wie Tyrese Rice und Nikos Zisis gegen einen Aufsteiger mit weit weniger Budget und großen Namen. Entgegen der Vorzeichen gewannen die Niedersachsen Spiel eins zuhause. Bamberg, trotz der Platzierung, ist der Favorit; muss dies in Spiel zwei nun aber beweisen.  

Brose Bamberg: Die Magie scheint verpufft

Es ist noch gar nicht so lange her, da gewann Brose Bamberg 12 Spiele am Stück, schlug Herausforderer Alba Berlin im Pokalfinale, erreichte das Final Four der Basketball Champions League (BCL) und wirkte wie ein Team, dass in wichtigen Phasen immer eine Antwort parat hat. Brose Bamberg Turkish Airlines EuroLeague Tyrese Rice, Star und Leistungsträger der Mannschaft entschied Spiele in den BCL-Playoffs im Alleingang und heimste den Titel des MVP ein. National übernahm der Aufbauspieler in der Crunch-Time Verantwortung und fuhr Siege in Serie ein. Seit gut einem Monat ist diese Energie verpufft. Nicht bei Rice selbst, sondern beim Kollektiv. Allein von den letzten zehn Spielen in der BBL konnte Bamberg nur vier gewinnen. Im Final Four gingen sie sang- und klanglos unter. Gegen den Aufsteiger aus Vechta wurde Bamberg vor Spiel eins trotzdem als Favorit gehandelt. Allein schon aufgrund des Renommees. Ein schwacher Start in die Partie (19:27 im 1.Q) zeigte allerdings, dass die Franken nicht auf Betriebstemperatur sind. Vor allem in der Defense erlaubte sich das Team von Federico Perego arge Schnitzer, die sich seit Wochen immer wieder einschleichen.  

Rasta Vechta: Lucky Number Seven

Platz vier als Aufsteiger, Teams wie Bamberg, Ulm und Bonn hinter sich gelassen und die Liga in Dreiern anführen. Eine Zusammenfassung der Saison von Rasta Vechta. Das Team von Pedro Calles, dem frisch gebackenen Trainer des Jahres in der easyCredit BBL zeichnet sich durch schnellen Basketball und viele Würfe von draußen aus. Was die Mannschaft an Ballverlusten produziert, gleicht sie mit guter Defense und, wie schon bemerkt, vielen Dreiern aus. 30 Mal pro Spiel feuert Vechta von draußen rauf. Dazu kommt noch Platz eins bei den Steals (und dementsprechend einfachen Punkten im Umschaltspiel) sowie über 20 Assists. Vechta spielt das „Numbers Game“ - ein Dreier zählt mehr als ein Zweier. So auch in Spiel eins, als Vechta 17 von 35 Distanzwürfe versenkte. All-Star Austin Hollins traf sieben derer und brannte lichterloh für 31 Punkte und sieben Rebounds. Bemerkenswert, da Vechta vier Akteure verletzt fehlen und Calles somit nur sieben Spieler einsetzte. Die kurze Rotation half den Führungsspielern allerdings, den früh gefundenen Rhythmus zu halten und Spiel eins zu gewinnen. Bamberg ist zuhause Favorit auf den Sieg bei einer Quote von . Das fränkische Handicap liegt bei -8.5 . Massiv, angesichts des 96:85 für Vechta in Spiel eins. Die erhalten eine Quote von  auf den Sieg. Rastas Gameplan in Spiel eins ging auf. Kleine Rotation - also zu Beginn Gas geben und versuchen, einen Vorsprung herauszuholen. Was geklappt hat, da der Dreier von Beginn an fiel und sich so das Spiel öffnete. Wird sich Bamberg anpassen? Zunächst muss das Engagement höher sein. Vechta ist gefährlich, da es viele Schützen besitzt und den Gegner dazu zwingt, weit draußen zu verteidigen. Das eröffnet Räume in der Mitte, die T.J. Bray, Max DiLeo und Austin Hollins nutzen können, um dann am Korb abzuschließen. Bamberg ist talentierter, Vechta war in Spiel eins zielstrebiger. Möchten die Franken ihrer Favoritenrolle gerecht werden, müssen sie das Tempo kontrollieren (= drosseln) und öfter an die Linie gehen, als nur vier Mal wie in Spiel eins. Bamberg führte die BBL in der Quote von der Linie an (83.3
Quoten unterliegen Änderungen.

An der Diskussion teilnehmen