Titelverteidiger Real Madrid hat durch zwei neuerliche Niederlagen die Tabellenspitze in der EuroLeague eingebüßt und sucht nach der Trendwende. Der FC Barcelona steht europäisch im Schatten des großen Rivalen und sucht in der Königsklasse noch nach der Form. Vor zwei Wochen siegte Barca im Ligaduell gegen Madrid.   Wie im Fußball so hat Real Madrid im Vorjahr auch den Basketball dominiert und den Titel in der Königsklasse geholt. Die Königlichen sind amtierender Meister der EuroLeague und präsentierten sich auch entsprechend in den ersten acht Wochen der neuen Spielzeit. Trotz des Abgangs von Supertalent Luka Doncic waren die Spanier nicht zu schlagen. Diese Form war in den vergangenen zwei Wochen nicht zu halten. Erst verlor Real in Piräus, dann zuhause gegen Moskau und dazu noch in der Liga gegen den Erzfeind, FC Barcelona. Die Katalanen dominierten die Partie. Anders als in der EuroLeague, wo Blaugrana noch ernste Probleme hat.  

Real Madrid: Schwächeanfall zur rechten Zeit?

Ein Team, das die gesamte reguläre Saison hinweg dominiert, bricht wahrscheinlich in den Playoffs ein. Insofern war der kurze Schwächeanfall der Königlichen in den vergangenen Wochen vielleicht gut. Nach acht Auftaktsiegen in Folgen verlor Madrid bei Olympiacos (83:88) und dann zuhause eine Woche später gegen Powerhouse ZSKA Moskau (88:93). [video width="1024" height="684" mp4="http://blog.betvictor.com/wp-content/uploads/2018/12/Gustavo-Ayon.mp4"][/video]   Dazwischen stand der Clasico in der ACB an, was der Meister mit 69:86 verlor. Der gemeinsame Nenner ist schnell gefunden - die Defense. Madrid ließ in dieser Spanne 89 Punkte im Schnitt zu. Zehn mehr als normal. Real fand in Istanbul gegen Efes wieder zurück zur Normalität und gewann 84:82. Big Man Gustavo Ayon machte 20 Punkte, musste im letzten Abschnitt aber aufdrehen, um den 15-Punkte Rückstand aufzuholen. So ganz hat Madrid den Virus noch nicht abgeschüttelt.  

FC Barcelona: Alles anders im Clasico

In der heimischen ACB steht Barcelona auf Platz eins und schlug den Rivalen Real Madrid am 10. Spieltag mit 86:69. Ein dominantes letztes Viertel und gute Leistungen der großen Spieler sicherten den Prestigeerfolg im Clasico. [video width="1024" height="684" mp4="http://blog.betvictor.com/wp-content/uploads/2018/12/Kevin-Pangos-und-Thomas-Heurtel.mp4"][/video]   Der Sieg übertüncht die katalanischen Probleme auf europäischer Ebene. Die Mannschaft von Star-Trainer Svetislav Pesic kommt in der EuroLeague nicht ins Rollen. Nur zwei der vergangenen fünf Partien hat Barca gewonnen. in den zwei jüngsten Duellen erzielte Blaugrana nur 66 Punkte im Schnitt. Vor allem die Niederlage gegen Podgorica (3-8) setzt Trainer Pesic unter Druck. Der Dreier fällt nicht konstant, die Ballverluste waren zahlreich und nur elf Freiwürfe sind zu wenig. Die Qualität im Kader ist allerdings vorhanden und Barca wird sich im Clasico von der besten Seite zeigen wollen. Vor allem bei der schwachen Bilanz von 6-5 (Platz 7 in der EuroLeague). Real Madrid ist bei einer Quote von der deutliche Favorit auf den Heimsieg gegen Barca. Der Gast steht bei einer Quote von , das königliche Handicap ist -7,5 . Die Basis dieser Zahlen ist der statistische Vergleich auf europäischem Level. Real erzielt im Schnitt knapp elf Punkte mehr. Mehr Vorlagen und bessere Quoten aus allen Lagen sprechen für den Gastgeber, der im Schnitt mehr Punkte zulässt (79.1), als Barca macht (78.3). Luka Doncic Real Madrid Des einen Stärke ist des anderen Schwäche - und umgedreht. Das Ligaspiel hat gezeigt, dass Barca eine Chance besitzt, wenn Defense die Partie kontrolliert. Die Katalanen sind einen Tick besser im Rebound und besitzen die zweitbeste Verteidigung Europas. Macht Real allerdings Tempo und agiert aus dem elitären Backcourt um Fabien Causeur und Sergio Llull nach Belieben, wird’s einen Sieg der Blancos geben. Trainerfuchs Pesic wird sich aber eine Taktik zurechtgelegt haben. Dieses Spiel ist die große Chance, den Schalter in der EuroLeague umzulegen. Ich tippe auf den FC Barcelona +7,5 bei einer Quote von .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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