Die Boston Celtics hatten nach ihrem schwachen Saisonstart die Kurve bekommen und im Dezember Spiele am Stück gewonnen. Zuletzt setzte es drei herbe Niederlagen, die ein Teammeeting auslösten. Philadelphia ist ebenfalls noch nicht da, wo sie hinwollen. Die 76ers suchen nach dem Trade für Jimmy Butler nach der richtigen Abmischung. Beide Teams gehören zum Favoritenkreis auf die NBA-Finals. Im Christmas-Game treffen die Division-Rivalen zum zweiten Mal nach den Playoffs wieder aufeinander.     Die Bostons Celtics (19-13) und Philadelphia 76ers (22-12) rennen der Erwartungshaltung bei mehr als 30 gespielten Partien noch hinterher. Nachdem Boston in der vergangenen Saison die Sixers im Halbfinale rauswarf und nur knapp an Cleveland und LeBron James scheiterte, ist das Ziel nunmehr das Finale. Philadelphia hat in der der Playoff-Serie gegen die Celtics seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Speziell die beiden Jungstars Joel Embiid und Ben Simmons. Ein Augenmerk liegt also auf den beiden Sixers, die in Boston bisher selten gut aussahen.  

Boston Celtics: Zu viel von allem

Bostons Leistung in den Playoffs vergangene Saison war eine Aschenputtel-Geschichte. Die Celtics verloren ihre beiden besten Spieler in Kyrie Irving und Gordon Hayward, waren allerdings nur einen Sieg vom Finale entfernt. Die Rollenspieler wie Terry Rozier und Jaylen Brown spielten herausragend. Dazu war Rookie Jayson Tatum der Top-Scorer und All-Star Al Horford der Erfolgsgarant. Im Sommer wurde erwartet, dass die beiden Rückkehrer einfach eingegliedert und in der Leistung hinzuaddiert werden können. Boston hat seither große Schwierigkeiten, die richtige Abmischung zu finden. Die mathematische Gleichung geht nicht auf, da das Rollenverständnis bei vielen Spielern nicht stimmt. Im Dezember schien sich Boston gefangen zu haben und gewann die ersten sieben Spiele des Monats. Dann setzte er drei Niederlagen in Folge, in denen Boston im Schnitt knapp 115 Punkte zuließ. Die Mannschaft berief ein Meeting ein, um die Probleme anzusprechen. Diese scheinen nicht sportlicher Natur zu sein und Boston schlägt sich meist selbst. Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Offense derzeit nur Mittelmaß. Dies liegt auch an der Schussauswahl. Boston steht selten an der Linie und holt sich einfache Punkte ab. Defensiv sind die Celtics über jeden Zweifel erhaben.  

Philadelphia 76ers: Noch immer unvollkommen

Das „was wäre wenn“ Spiel ist in Philadelphia ein besonders faszinierendes. Was wäre, wenn Superstar Benn Simmons bereits einen Wurf hätte und nicht nur dank seiner Athletik dominiert? Wenn Markelle Fultz nicht verletzt wäre, sondern eine starke zweite Saison spielen würde? Und hätten die 76ers in diesem Jahr so auf’s Gaspedal gedrückt, wenn es um die Entwicklung und Erreichung der Ziele geht, wäre die Mannschaft in der Vorsaison nicht so überraschend gut gewesen? Utah Jazz vs. Philadelphia 76ers Die 76ers entwickeln nicht mehr. Sie lassen sich nicht mehr Zeit und gehen auch nicht behutsam vor. „The Process“ ist abgeschlossen. Die jungen Stars Embiid und Simmons sind in der Bringschuld, eigens entwickelte Talente wie Rob Covington und Dario Saric wurden für Superstar Jimmy Butler geopfert. Es wird angegriffen! Philly hat im vergangenen Jahr Blut geleckt und gemerkt, wie stark die Mannschaft schon jetzt sein kann. Das scheitern im Halbfinale gegen Boston zeigte, was fehlt, was besser werden muss. Und so zogen die Sixers aus, ein Team um die - nun drei - Stars aufzubauen, dass um den Titel mitspielen kann. Doch derzeit passen die Teile nicht zusammen. Und es fehlen noch welche. Was Boston zu viel hat, fehlt den Sixers. Ein bis zwei Spieler braucht Philly noch, um tatsächlich oben mitzuspielen. Duelle wie das nun in Boston sind eine Standortbestimmung für die junge Mannschaft. Boston ist daheim Favorit bei einer Quote von . Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war nur ein Halbzeit-Handicap verfügbar, -1,5 für Boston bei . Philadelphia spendiert eine Quote von . Bei der Saisoneröffnung trafen die Teams zum ersten Mal aufeinander. Boston gewann 105:87. Die Celtics wissen, wie sie Simmons und Embiid verlangsamen können. Die Defense ist nicht Bostons Problem. Nach der Aussprache des Teams wurde jüngst Charlotte geschlagen, in der die Offense wieder harmonierte. Spielerisch sind die Celtics im Vorteil, da tiefer besetzt und unausrechenbarer. Und am prestigeträchtigen Weihnachtsspiel ist zu erwarten, dass alle Akteure mit der richtigen Mentalität aufs Feld kommen. Boston wird das Spiel gewinnen. Interessanter sind einige Spielerleistungen. Das „Over“ bei Jimmy Butlers Punkten (18,5) bei einer Quote von . Butler wird das Spiel teilweise tragen müssen, da er als einziger Flügel im One-on-One punkten kann. Dazu sind mehr als 2,5 Assists und 2,0 Rebounds für Phillys JJ Redick attraktiv.  
Quoten unterliegen Änderungen.

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