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Trotz einiger Ausfälle und schwacher Quoten hat der Meister aus Golden State Spiel 2 gewonnen und die Serie ausgeglichen. Zurück zuhause hoffen die angeschlagenen Warriors auf eine schnelle Genesung.

Bis zur Halbzeit sahen die Raptors wie der Sieger aus. Ein schwaches drittes Viertel und viel Pech bescherte Toronto die Heimniederlage.

Torontos Heimvorteil ist weg. In Oakland muss nun gewonnen werden, wo die Raptors in der regulären Saison schon mal erfolgreich waren.

Diese Niederlage tut Toronto weh. Die Raptors dominierten Golden State in den ersten 24 Minuten und schienen an die Leistung aus Spiel 1 anknüpfen zu können. Dann kamen die Warriors besser aus der Kabine, Toronto wirkte blutleer und verspielte die große Chance, mit 2-0 nach Oakland zu reisen.

 

Golden State: Das Herz eines Champions

Zumindest ist dies der Narrativ von Spiel 2. Angeschlagen, mit vielen Ausfällen zu kämpfen, holte sich der amtierende Meister aus Oakland den Sieg. Tatsächlich wirkten die Warriors in der ersten Halbzeit allerdings genauso hilflos, wie in Spiel 1. Toronto dominierte das Tempo, den Rebound und war aggressiver.

Coach Steve Kerr stellte seine erste Fünf um ließ DeMarcus Cousins starten. Der brillierte mit etlichen tollen Anspielen und hielt Golden State im Spiel, genauso wie Klay Thompson. Trotzdem führte Toronto zur Halbzeit; und hätte dies noch deutlicher tun können. Nach der Pause drehte sich das Spiel – die Warriors kontrollierten das Tempo, Toronto schien die Intensität in der Kabine gelassen zu haben. Der Gast spielte bei weitem nicht sein bestes Spiel, zwang die Raptors allerdings in schwere Würfe, machte das Feld kleiner und forcierte Ballverluste am Stück. Golden State eröffnete die zweite Halbzeit mit einem 18-0-Lauf und geriet bis kurz vor Ende nicht mehr in Gefahr. Kerrs Veränderungen griffen, vielmehr war es aber die höhere Intensität in der Defense, vor allem beim Umschaltspiel, die die Warriors am Ende jubeln ließen.

 

Toronto: Eine vergebene Chance

Die schwachen Quoten sind ein faktischer Beleg für Torontos schwaches Spiel. Der Augentest verriet allerdings noch mehr über das Spiel. Trotz eines Rückstands von zehn Punkten nach der Pause konnte den Raptors aufgrund ihrer Dominanz in der ersten Halbzeit zugetraut werden, das Spiel wieder zu drehen. Doch die Initialzündung kam nie.

Toronto beraubte sich immer wieder selbst mit unnötigen Ballverlusten oder überhasteter Wurfauswahl, die jeden Lauf im Keim erstickten. Die Raptors schalteten einen Gang runter, die Warriors einen hoch. Das ist die Geschichte des Spiels. Superstar Kawhi Leonard legte zwar tolle Zahlen auf (34 Punkte, 14 Rebounds), seine fünf Turnover und teils schlechte Entscheidungsfindung konnten Toronto aber nicht heranführen. Leonard war -14 in Spiel 2, trotz des Ausfalls von Klay Thompson in Halbzeit zwei und der schwachen Ausbeute der Warriors im vierten Viertel.

Ausgehend von den Untersuchungen wird noch festzustellen sein, ob Klay Thompson und Kevon Looney, der sich in der ersten Halbzeit an der Schulter verletzte, für Spiel 3 einsatzbereit sind. Kurz nach Spiel 2 ist Golden State Favorit auf den Sieg bei einer Quote von 1.40 (Handicap -5.5, Quote: 1.88). Sollte Thompson angeschlagen aussetzen müssen und Kevin Durant ist weiterhin nicht einsatzfähig, wird sich diese Quote noch verschieben. Die Personaldecke der Warriors ist mehr als dünn. In Spiel 2 zeigten alle Rollenspieler ihre Leistung, während Toronto massiv abbaute.

Sollte Thompson fehlen, ist Toronto für mich der Favorit. Die Quote der Raptors liegt derzeit bei 3.00. Es ist davon auszugehen, dass Thompson spielen wird, wie auch Andre Iguodala, der in Spiel 1 eine Blessur davontrug. Wie fit sind die beiden aber dann? Und kommt Durant mirakulös zurück für Spiel 3, was die Serie komplett auf den Kopf stellen würde?

Stand Montag ist eine Wette auf Toronto ein Risiko, eines, was sich aber auszahlen könnte, wenn die Stars der Warriors nicht auflaufen können. Auch das Handicap von +5.5 (1.90) ist derzeit lohnenswert. Genaue Informationen zum Status von Thompson, Durant und Looney wird es wohl im Laufe des Montags oder Dienstags geben. Abseits dessen muss Toronto allerdings aus den Fehlern aus Spiel 2 lernen und die Energie wiederfinden, mit der sie in den ersten sechs Vierteln der NBA-Finals gespielt haben. Und Kawhi Leonard muss sein Team tragen.

Quoten unterliegen Änderungen.

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