Die Toronto Raptors konnten Spiel drei des Finales der Eastern Conference gewinnen und auf 2-1 verkürzen. Dafür war ein Kraftakt nötig. Die Milwaukee Bucks dominieren die Serie derzeit. Trotz einer schwächeren Leistung verlor das Team von Superstar Giannis Antetokounmpo erst nach doppelter Verlängerung.    In dieser Serie kommt es gar nicht so sehr auf die Superstars Leonard und Antetokounmpo war. Die besseren Rollenspieler werden über den Einzug ins NBA-Finale entscheiden.        Nach drei absolvierten Partien bietet das Finale der Eastern Conference bereits einige gute Geschichten. Toronto hatte die große Chance, Spiel eins zu klauen. Wie schon gegen Boston kamen die Bucks in eigener Halle behäbig aus den Startlöchern, sicherten sich den Erfolg allerdings im Schlussabschnitt (108:100). Im zweiten Spiel zeigte der Favorit dann keine Schwächen und siegte locker mit 125:103. Toronto musste zuhause in Spiel drei kontern - und tat dies mit einem 118:112 (2OT). Trotz der Niederlage können sich die Bucks für Spiel vier vorentscheidende Chancen ausrechnen.  

Toronto Raptors: Zu wenig Feuer

Die Toronto Raptors sind als einer der Kandidaten auf den Finaleinzug in diese Playoffs gestartet. In der ersten Runde servierten sie die Orlando Magic relativ nüchtern mit 4-1 ab. In der zweiten Runde musste sich das Team um Kawhi Leonard in sieben schweren Spielen mit den Philadelphia 76ers auseinandersetzen. Milwaukee Bucks v Toronto Raptors Ein entscheidender Wurf von All Star Leonard im letzten Spiel, im letzten Angriff brachte die Entscheidung. Leonard selbst dominiert in den Playoffs mit einem Punkteschnitt von 32.0. Schon im Halbfinale zeigten sich aber die Schwächen im Konstrukt der Raptors. Neben Leonard besitzt das Team von Nick Nurse keinen zuverlässigen zweiten Scorer, der die Last von den Schultern des Superstars nehmen kann. Kyle Lowry, Pascal Siakam und Marc Gasol sind alles gute Ergänzungen, anders als die Kontrahenten aus Philadelphia und nun Milwaukee basiert die Show im hohen Norden aber einzig und allein auf Leonard. Dies zeigte sich auch in Spiel zwei. In der ersten Partie führte grobe Unkonzentriertheit dazu, dass Toronto den Sieg noch aus der Hand gab. In Spiel zwei wurde Leonard enger in die Deckung genommen - einzig seine Mitspieler drum herum nutzten die freien Räume nicht. Coach Nurses Aufgabe bei der Rückkehr nach Toronto war es somit, mehr Scoring zu finden. Sowohl Pascal Siakam, als auch Marc Gasol spielten wesentlich besser in Spiel drei. Vor allem der Spanier legte seine Bescheidenheit in der Offensive ab und wirkte gefährlicher. Trotzdem brauchten die Raptors zwei Verlängerungen, um Milwaukee nieder zu ringen.  

Milwaukee Bucks: Freak und Freunde

Die Bucks waren in der regulären Saison das beste Team der Liga. In den Playoffs setzen sie diesen Trend im Hinblick auf die Bilanz fort. In der ersten Runde wurden die Detroit Pistons mit 4-0 nach Hause geschickt. In Runde zwei gewann die Celtics Spiel eins, verloren dann aber vier in Serie. Das Erfolgsgeheimnis in Milwaukee fußt nicht nur auf Superstar und MVP-Kandidat Giannis Antetokounmpo. Der Grieche hat um sich herum ein Team, das ihn nicht nur perfekt unterstützt und zu seinem Stil passt. Die Bucks sind mittlerweile richtig tief und richtig gut geworden. Milwaukee hat auf allen Positionen Schützen, damit geht es los. Diese stehen um Antetokounmpo herum und verschaffen ihm Platz, sodass er effizient abschließen kann. Es gibt kaum einen Spieler, der den Superstar allein stoppen kann. Somit wird Hilfe gesendet um Antetokounmpo zu doppeln. Dieser passt auf den freien Mitspieler - *peng*, drei Punkte. Das allein macht die Bucks aber nicht so gefährlich. In den Playoffs haben sich die Rollenspieler wir George Hill, Brook Lopez, Malcolm Brogdon und Nikola Mirotic ins Rampenlicht gespielt. Alle treffen, wenn sie frei stehen gelassen werden, können aber auch selbst kreieren.     Das macht die Bucks, die in Spiel vier auswärts der Favorit sind, so gefährlich. Toronto, die mit einer Quote von ins Spiel gehen, halten die eigentlichen Leistungsträger wie Eric Bledsoe und Khris Middleton ganz gut in Schach. Milwaukee zeigt sich derzeit aber zu eingespielt.   Ein weiterer Punkt pro Bucks ist die Chancenauswertung. Toronto hatte bereits gegen die Sixers damit zu kämpfen, dass der Supporting Cast aus Danny Greene, Fred Van Fleet und Norman Powell ihre freien Würfe nicht treffen. Gegen Milwaukee gibt’s davon weniger als gegen Philly, trotzdem bleibt der Trend bestehen. Solange die „anderen“ Raptors neben Kawhi Leonard ihre Würfe nicht treffen, wird Toronto es schwer haben, diese Serie zu gewinnen. Spiel vier ist wegweisend. Die Raptors müssen noch einen Gang hochschalten. Ist das überhaupt möglich? Auf der anderen Seite hat Milwaukee nicht sein bestes Spiel gezeigt und dennoch zwei Verlängerungen erzwungen. Ich tippe auf einen Sieg der Bucks in Toronto bei einer Quote von .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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