Der Meister, die Golden State Warriors, strauchelten auf ihrem Auswärtstrip und verloren drei der letzten fünf Spiele. Zurück zuhause wartet nun Boston zum Showdown der Woche. Die Celtics waren, wie Golden State, Top-Kandidat auf das NBA-Finale. Doch neuerliche Niederlagen lassen am Vermögen des Teams zweifeln. Dieses Duell ist ein Wegweiser für beide Mannschaften bei noch rund 20 verbleibenden Partien.   Sie galten als wahrscheinlichste Paarung für das NBA-Finale im Juni. Während den Warriors immer noch zugetraut wird, dass sie den Titel erneut holen, fällt Boston zusehends ab. Die Celtics finden ihren Rhythmus nicht, die Stimmung ist mies und die Leistung auf dem Parkett wiederholt unter Niveau. Das Spiel gegen den Meister könnten die Spieler als Trendwende ansehen.  

Golden State Warriors: Locker und nachlässig

Was dieses Spiel so besonders macht sind die sehr ähnlichen Rahmenbedingungen beider Teams. Golden State ist auf dem Papier das talentierteste Team mit ihren fünf Superstars Steph Curry, Kevin Durant, Klay Thompson, Draymond Green und DeMarcus Cousins. Sind die Warriors gut drauf, kann kaum eine Mannschaft mit dem explosiven Angriff mithalten. Die Nummer eins Offense mit knapp 120 Punkten im Schnitt, dazu die meisten Vorlagen und elitäre Quoten aus allen Distanzen. Golden State Warriors vs. Charlotte Hornets Defensiv ist der Meister hingegen angreifbar. Die Verteidigung, das geheime Prunkstück der Warriors, greift nicht wie zuvor. Was mitunter daran liegen kann, dass die reguläre Saison angesichts der eigenen Stärke als Aufwärmrunde für die Playoffs angesehen wird. Golden State weiß um ihre Stärke, was ab und an eine Laissez-faire Mentalität aufkommen lässt. Wie zuletzt auswärts, wo die Warriors, mit einer Bilanz von 44-19 auf Platz eins im Westen, gegen Orlando und Miami verloren. Noch immer schwelen zwischenmenschliche Konflikte, wie etwa das Gerücht, dass Kevin Durant seinen Weggang im Sommer bereits beschlossen hat.  

Boston Celtics: Kurz vor dem Knall

Bostons Situation ist das sehr ähnlich. Die Celtics sind eines der besten Defensiv-Teams und auf dem Papier zweifelsohne tief und talentiert. Doch auch in Boston treffen Charaktere zusammen, die es trotz ihres Vermögens in dieser Saison noch nicht geschafft haben, als Team stark zu agieren. Washington Wizards vs. Boston Celtics Sieben der letzten zehn Partien gingen verloren. War Boston vor dem All Star-Wochenende stets zur Stelle, wenn es gegen die richtig guten Teams ging, verloren sie neuerlich gegen gute und schlechte Kontrahenten. Der große Knall wird erwartet, da die Frustration sich in Interviews immer wieder zeigt. Es ist gerade die Tiefe der Mannschaft, die die Rollenverteilung zu einem Problem werden lässt. Hinzu kommen Gerüchte um Superstar Kyrie Irving, der das Team im Sommer verlassen könnte. Golden State gegen Boston war vor der Saison der Finaltip für viele Experten. Und könnte es immer noch werden. Das Vermögen und Talent ist vorhanden. Während die Warriors ihren Zoff zu Beginn der Saison allerdings schon austrugen und mittlerweile wieder zur professionellen Einstellung zurückgefunden zu haben scheinen, befinden sich die Celtics noch mitten im Sturm. Dass dieses Duell für beide Teams wichtig ist, steht außer Frage. Nach der Niederlage Bostons daheim gegen Houston wartet das nächste Powerhouse. Kann gewonnen werden, sind die Wogen erst mal geglättet. Gibt das Team, wie zuletzt, aber einfach auf und zeigt kein Herz, könnte dies die Krise weiter verschärfen. Ähnliches gilt für den Meister. Die Warriors thronen noch immer über dem Westen, doch die neuerliche Bilanz von 6-4 macht Dinge nicht gerade einfacher. Das Duell der strauchelnden Giganten. Bei dem die Warriors zuhause Favorit mit ungefähr -6,5 sein sollten. Ich tippe auf einen Sieg der Warriors, allerdings auch auf ein knappes Spiel. Ganz nach der Höhe des Handicaps sollte Boston nicht unterschätzt werden. gibt es die aktuellen Quoten für die NBA.  
Quoten unterliegen Änderungen.

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