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Die Toronto Raptors stehen zum ersten Mal im Endspiel der NBA. Das kanadische Team um Superstar Kawhi Leonard ist gegen den Serienmeister aus Oakland nach starken Vorstellungen in den Playoffs nicht chancenlos.

Die Golden State Warriors stehen zum fünften Mal in Folge in den NBA-Finals und wollen den dritten Titel nacheinander holen. Superstar Kevin Durant fehlt für Spiel eins.

Toronto besitzt aufgrund der besseren Bilanz in der regulären Saison Heimrecht. Golden State ist auswärtsstark, hat allerdings über eine Woche kein Basketball gespielt.

Wer vor dem Beginn der Playoffs auf eine Finalpaarung Warriors gegen Raptors gesetzt hat, ist jetzt fürstlich belohnt worden. Dass Toronto in den NBA-Finals steht ist keine Überraschung, bei den Buchmachern war das Team aus Kanada allerdings hinter den Milwaukee Bucks verortet. Jene Bucks hatten, je länger die Serie ging, immer weniger Antworten für die Raptors und Superstar Kawhi Leonard. Toronto spielte sich in Form und fordert nun den Meister. Der muss zunächst auswärts ran, was im Falle der Warriors nicht unbedingt ein Nachteil ist. Dass Kevin Durant fehlt, vielleicht schon.

 

Raptors: Ende der Durststrecke

Vor einem Jahr scheiterten die Toronto Raptors, seit Jahren eines der stärksten Teams in der regulären Saison, wieder mal frühzeitig in den Playoffs. Es war das letzte Kapitel einer Mannschaft, die um die All-Stars DeMar DeRozan, Kyle Lowry und Coach Dwayne Casey aufgebaut wurde.

Vereinsintern wurde attestiert, dass dieser Nukleus nicht gut genug sei – somit wurde der Trainer ersetzt und Identifikationsfigur DeRozan abgegeben. In einem Tauschgeschäft, das bis jetzt als Risiko angesehen wurde. Toronto holte sich Kawhi Leonard, den unzufriedenen Superstar der San Antonio Spurs, der aufgrund seiner stoischen und ruhigen Art schwer einzuschätzen ist und sich sein neues Team diesen Sommer aussuchen kann. Viele Experten rechnen damit, dass Leonard zu den Los Angeles Clippers und damit zurück nach Hause geht.

Das Leonard-Experiment ist alles andere als risikoreich. Toronto erkannte die Finalität des alten Kaders und schob alle Chips in die Mitte des Tischs. Dabei raus kam die erste Finalteilnahme des Vereinsgeschichte – und aufgrund des Erfolgs auch Gründe, warum Leonard, der derzeit als bester Spieler der Liga angesehen wird, bleiben könnte.

Die Raptors haben zwei schwere Serien hinter sich. Zunächst brauchte es sieben Spiele (und einen Gamwinner von Leonard), um Philadelphia niederzuringen. Gegen die favorisierten Bucks lagen die Raptors schon 0-2 hinten, gewannen dann jedoch vier Partien am Stück. Anpassungen, Veränderungen und vor allem bessere Leistungen führten zu diesem Ausgang. Das Team von Coach Nick Nurse biss sich in die Serie, verteidigte zusehends besser und erhielt von den Rollenspielern endlich Entlastung. Neben Leonard, der fantastische Werte auflegte, fanden Lowry, Marc Gasol und Pascal Siakam, die anderen drei Leistungsträger, ihr Spiel und stehen nun zurecht im Endspiel um die Meisterschaft.

 

Warriors: Ein neuer Anreiz

Die Golden State Warriors können genug Gründe vorweisen, um einen legitimen Anspruch auf den Titel „bestes Team aller Zeiten“ zu erheben. Für Steph Curry, Klay Thompson, Kevin Durant, Draymond Green und Co. könnten diese NBA-Finals den vierten Titel in fünf Jahren bedeuten.

Seit fünf Jahren dominieren die Warriors mit ihrem Spielstil die Liga. Derart massiv, dass die Motivation für großartige Leistung mittlerweile intrinsisch sein muss. Die Spielzeit war keine leichte. Interne Querelen, Zweifel von außen und Verletzungen fuhren Golden State ab und an in die Parade.

In den Playoffs besiegten sie jedoch abermals ihre Dämonen. Gegen den großen Herausforderer aus Houston gewannen die Warriors ohne Superstar Durant, der bis dahin die beste Leistung aller Spieler in den Playoffs hinlegte. Curry und Co. spielten wie in den ersten Jahren vor KD – mit mehr Ballbewegung und Fokus auf die Schützen Curry und Thompson. Die Rückkehr der „original Warriors“ wurde proklamiert, einhergehend mit der Frage, ob sie ohne Durant, dem attestiert wird, dass er im Sommer eh wechselt, besser sind.

In den NBA-Finals werden die Warriors Durant brauchen. Die Mannschaft ist mit und ohne ihn sehr gut. Anders gut, da die Spieler uneigennützig spielen und alles dem Erfolg unterordnen. Mit Durant, der im Eins-gegen-eins brilliert, kann das Team von Coach Steve Kerr einfach anders spielen und seine Qualitäten nutzen.

Und in Spiel eins, in dem die Raptors hauchdünner Favorit sind 1.80, wird das erste Indiz erbracht, welche Spielweise der Warriors 2.05 gegen Torontos Defense besser klappt. Die Raptors justierten ihre Rotation in der Verteidigung immer besser. Gegen Curry und Thompson müssen sie viel laufen, oft an Mitspieler übergeben und helfen. Zum Teil  war dies auch das Mandat gegen Milwaukee. Die Raptors haben den besten Kader, um es mit den Warriors aufzunehmen. Duelle wie Draymond Green gegen Siakam und Thompson gegen Danny Green werden interessant.

Und dann ist da noch die Frage, wer Kawhi Leonard verteidigen wird. Andre Igoudala ist der erste Kandidat. Leonard stellte die Warriors schon in seinen Zeiten bei den Spurs vor Schwierigkeiten. Er ist nicht schnell, allerdings kraftvoll und gewievt.

Golden State hatte über eine Woche Pause, da die Serie gegen Portland früher zu Ende ging. Ist dies ein Nachteil für den Gast? Zu Beginn ja, je länger das Spiel jedoch geht, desto besser finden sie ihren Rhythmus. Toronto wird das Tempo rausnehmen wollen, was das „Unter“ bei 213.5 Punkten 1.90 interessant macht.

Ich tippe auf Toronto -1.5 bei einer Quote von 1.90.

Quoten unterliegen Änderungen.

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