Live-Quoten checken

In einer Woche beginnt die neue NBA-Saison 2019-20. Nach einem fulminanten Sommer mit etlichen Wechseln scheint die Liga so ausgeglichen wie noch nie. Beide Finalisten aus dem vergangenen Jahr sind nicht die Favoriten. Wer steht nun ganz oben, wer kann den Titel holen und wer könnte am Ende überraschen?

Der Sommer 2019 war der vielleicht verrückteste in der Geschichte der NBA. Zumindest seit 2010, als LeBron James nach Miami wechselte und die Strukturen der Liga aufrüttelte. In diesem Sommer wechselten etliche Superstars das Team und bilden nun dynamische Duos – der neue Trend der Liga. Wer kann sich in dieser durchgemischten NBA durchsetzen? Wer enttäuscht und welches Team könnte überraschen?

L.A. is King

LeBron James im vergangenen, Anthony Davis, Kawhi Leonard und Paul George in diesem Sommer. Die Los Angeles Lakers und Los Angeles Clippers haben vier der besten Spieler in ihren Reihen und zieren die Spitze der Favoriten auf die Meisterschaft. Die Clippers (4.20) sind noch vor der Lakers (5.00) auf Platz eins.

Finals-MVP Leonard und sein Buddy Paul George stoßen zu einem weitestgehend intakten Team hinzu. Der Vorteil gegenüber dem Stadtrivalen. Die Lakers mussten für den Erwerb von Davis bluten und gaben fast all ihre jungen Spieler ab. Viele Veteranen kamen als Füllmasse. Trotzdem ist das Duo aus James und Davis in der Lage, Spiele allein zu gewinnen. Mit genügend Shooting drum herum, könnte LeBron die Lakers ins Finale ziehen. Wenn alles normal läuft, treffen sie davor aber auf die Clippers, die schon einen Schritt weiter sind. Der Kader ist bereits jetzt playoff-tauglich. Fragezeichen stehen hinter der Gesundheit von George, der erst im November in die Saison einsteigen wird. Auch Leonard wird nicht alle 82 Spiele spielen. Die Clips werden trotzdem die Playoffs erreichen – und da haben sie ein massiv starkes Team zusammen.

„The East is Big“

In memoriam an den ehemaligen Coach der New York Knicks, Mike Woodson, der dieses Zitat vor Jahren fallen ließ, wirkt der Osten der NBA in dieser Saison riesig. Die Milwaukee Bucks, Gewinner der Regular Season 18-19, haben sich nur wenig verstärkt und setzen auf Kontinuität. Philadelphia hat sich Ex-Celtic Al Horford angeln können und wird auf allen Positionen extrem groß auffahren. Die 76ers wollen ins Eastern Conference-Finale – und haben auch das Vermögen. Zwar ist Jimmy Butler nach Miami abgewandert, der Kader ist dafür aber ausgeglichener – und am Ende vielleicht sogar stärker. Philly (Quote 9.00) ist ein Dark Horse auf die NBA-Trophäe. Im Osten ist eigentlich nur Milwaukee (6.50) ein direkter Kontrahent.

Brooklyn (26.00) wird in diesem Jahr nur Kyrie Irving bejubeln dürfen. Kevin Durant fällt wohl die gesamte Saison aus. Boston (23.00) hat zu viel Aderlass erlebt, der Meister Toronto Raptors (29.00) wird um die Playoffs mitspielen, mit dem Titel aber nichts zu tun haben.

Alte und neue Kandidaten

Wo ist eigentlich das Team, das die NBA in den vergangenen Jahren revolutioniert hat? Die Golden State Warriors sind in einem Jahr des Umbruchs. Kevin Durant ist abgewandert, Klay Thompson laboriert an seiner schweren Knieverletzung. Der ehemalige NBA-Champion und Serien-Finalist hat sich die Dienste von D’Angelo Russell gesichert und Lücken so gut es geht versucht zu stopfen. Steph Curry könnte ein Karrierejahr hinlegen, wird aber nicht alle 82 Spiele absolvieren. Die Dubs werden mit um die Playoffs kämpfen, keine Frage. Wie bei Houston sind die Teams aus L.A. aber eine Nummer zu groß. Die Rockets haben aus Chris Paul Russ Westbrook gemacht. Mit ihm will James Harden angreifen und nach dem „Fall“ der Warriors nun ins Finale. Den Rockets fehlt es allerdings an Substanz. Zudem muss noch bewiesen werden, das Westbrook und Harden harmonieren können. Die Utah Jazz sind ein weiteres, interessantes Dark Horse auf die Meisterschaft. Das Team ist so stark wie seit „Stockalone“ nicht mehr. Wenn ich mich allerdings zwischen Utah und den Denver Nuggets entscheiden müsste – ich würde auf Nikola Jokic & Co. setzen.

Interessante Wetten

Neben dem Gewinn der Meisterschaft bieten sich einige andere sehr interessante Langzeitwetten. Wer glaubt, dass der Meister auf jeden Fall aus L.A. kommt, sollte darauf wetten, dass der Meister aus der Pacific Division stammt . Auch interessant sind die folgenden drei Kandidaten auf den MVP-Titel:

  1. Steph Curry . Ist es nicht möglich, dass im März jeder darüber spricht, dass Steph nach Durants Abgang nun wieder der alte Steph ist und die Warriors in die Playoffs schießt? Ist möglich!
  2. LeBron James . The Return of the King! Alle unken schon über den Verfall. LeBron nutzt den längsten Sommer seiner Karriere und kommt mit voller Power zurück.
  3. Anthony Davis . Von LeBron gefüttert legt Davis 28 Punkte, 11 Rebounds, 4 Assists und 2 Blocks auf. Er führt L.A. zur besten Bilanz und validiert seinen Wechsel damit.

Einige „Over/Under“ Wetten für die Anzahl an Siegen der Teams:

  1. Los Angeles Lakers „Over“ 51.5 Siege
  2. New York Knicks „Under“ 27.5 Siege
  3. Chicago Bulls „Over“ 32.5 Siege
  4. Washington Wizards „Under“ 27.5 Siege

Und die beste Wette des Jahres! darauf, dass ein Spiele ein Quadruple-Double erzielen wird! Yeah! Einer wird’s machen (vielleicht).

Quoten unterliegen Änderungen.

An der Diskussion teilnehmen