Werder Bremens letzter Punktgewinn in München acht Jahre her Tabellenführer Favorit im Nord-Süd-Klassiker Eggestein hatte auch Angebot vom FCB   Hach, da kommen Erinnerungen hoch. Zum Beispiel an den jenes Duell im Mai 2004, als Werder noch im alten Münchener Olympiastadion die Bayern mit 3:1 demontierte und damit die vierte (und bislang letzte) Deutsche Meisterschaft eintütete. Oder jener unglaubliche 5:2-Sieg der Bremer am 5. Spieltag der Saison 2008/09, als bei den Bayern noch ein gewisser Jürgen Klinsmann auf der Bank und für die Bremer ein Jungtalent namens Mesut Özil auflief. Dieser Erfolg war dann auch der letzte für den SVW, seitdem setzte es in Duellen gegen die großen Münchener zum Teil krachende Niederlagen (1:6, 0:7, 0:6…) und der letzte Punktgewinn datiert vom 11. September 2010, als Bremen immerhin ein 0:0 im tiefen Süden erkämpfte.  

Mal wieder einen Titel für die Bremer?

Klar ist: im Spiel am Samstag ist Werder der klare Außenseiter gegen den Tabellenführer aus München – auch weil der FCB gegen Bremen unbedingt punkten muss, um seinen Spitzenplatz gegen Verfolger Dortmund zu sichern. Für die meisten Fans von Werder ist das Duell in der Bundesliga eh nur die Generalprobe für das ganz große Bühnenstück am kommenden Mittwoch. Da empfangen die Bremer den FC Bayern zum Halbfinale im DFB-Pokal, für Werder mal wieder die ganz große Möglichkeit einen Titel zu gewinnen. Borussia Dortmund vs. Werder Bremen Zwar kennen sich die Bayern deutlich besser mit dem Titel hamstern aus, aber dennoch wird ihre Motivation deshalb nicht kleiner sein. Ein Double aus Meisterschaft und Pokal könnte diese so merkwürdige Saison doch noch abrunden für den deutschen Branchenprimus, für den ja schon das vorzeitige Ausscheiden aus der Champions League eine mittelschwere Katastrophe ist.  

Schaaf: „Bremen kann Überraschung schaffen“

Einer, der sich auskennt, wie man die Bayern besiegt, ist Bremens früherer Spieler und Trainer Thomas Schaaf. In seiner Kolumne für die Werder-Plattform „Deichstube“ schreibt der Meistermacher von 2004: „Der FC Bayern ist gegen Werder zwar der große Favorit, dennoch können wir die Überraschung schaffen, vielleicht schon am Samstag, vielleicht erst am Mittwoch – oder sogar zwei Mal. Ganz wichtig dabei: Die beiden Spiele haben nichts miteinander zu tun, das erste Spiel wird keine Auswirkungen auf das zweite haben. Denn am Mittwoch ist Pokal. Da weiß auch ein Favorit wie Bayern, dass es nicht nur um ein Spiel, sondern um einen ganzen Wettbewerb, um einen Titel geht.“ BVB Borussia Dortmund vs. Werder Bremen Und auch Uli Borowka, der 1988 und 1993 mit Werder Meister wurde und an der Weser noch immer den Status des Publikumslieblings innehat, sagt: „Bremen ist 2019 noch ungeschlagen, trifft in jedem Spiel – das muss Bayern spüren. Werder schwimmt auf einer Euphorie-Welle und muss selbstbewusst auftreten, sonst gewinnen sie keinen Blumentopf.“  

Eggestein und das Angebot aus München

Einer, auf den nicht nur Borowka und Schaaf große Hoffnungen setzen, ist Bremens Mittelfeldmann Maxi Eggestein. Der hat jüngst gemeinsam mit seinem Bruder Johannes seinen Vertrag bei Werder erneuert – trotz diverser Angebote von deutschen Top-Klubs. Neben Borussia Dortmund und RB Leipzig hatte sich wohl auch der FC Bayern um die Dienste von Eggestein bemüht. Kaum ist dessen Tinte unter dem neuen Vertrag trocken, buhlen die Bayern um einen anderen Werderaner – diesmal allerdings mal mit einem recht harmlosen Angebot. Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge hat Claudio Pizarro angeboten, nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn einen Job bei den Bayern anzutreten. Jeder, der es mit Werder hält, würde sich allerdings erstmal wünschen, dass Pizarro die Bayern vorher noch mal ein wenig ärgert. Vielleicht ja schon an diesem Samstag. Hasan Salihamidzic Die Quoten für eine Bremer Überraschung stehen allerdings mehr als schlecht. Für einen Auswärtssieg der Bremer steht die Quote bei unglaublichen , nur bringt ein Heimsieg der Bayern. Mein Tipp: Bremen ist aktuell in richtig starker Form, und erreicht gegen den Tabellenführer ein Unentschieden . Beim 2:2 treffen für Max Kruse und Martin Harnik für die Bremer.  
Quoten unterliegen Änderungen.

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