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Berliner überstehen Blitzeinschlag nach Köln-Spiel Von wegen Fortuna: Noch ein verletzter Düsseldorfer Hertha-Coach Covic und die Balleroberer So ein Blitz gehört im Fußball zum guten Ton. Ob es nun blitzartige Angriffe sind, blitzschnelle Konter oder Kugelblitze als Toptorjäger – das Naturereignis wird gerne und häufig in der deutschen Fußballsprache verwurstet. Eher selten kommt es vor, dass eine Fußballmannschaft tatsächlich auf einen echten Blitz trifft. Den Fußballern und Verantwortlichen von Hertha BSC ist genau das passiert. Auf dem Rückflug vom höchst erfolgreichen Auswärtstrip in Köln (Hertha gewann gegen den FC klar und deutlich mit 4:0) schlug kurz nach dem Start ein Blitz in den vorderen Teil der Maschine. Manager Michael Preetz: „Es gab einen Riesen-Bumms. Es hat richtig gescheppert. Ein riesiger Lichtkegel war zu sehen. Das war ein komischer Moment, allen von uns ist der Schreck in die Glieder gefahren.“

Hertha BSC: Erst der Blitz, dann der Sturm

Glücklicherweise unbeschadet landete die Hertha in der Heimat, doch mit den Kräften der Natur war es da noch nicht vorbei: Am Montag musste das Training aufgrund einer Sturmwarnung abgebrochen werden, stattdessen ackerte die Mannschaft von Trainer Ante Covic im Kabinentrakt. Nur ein kleiner Dämpfer, der der gegenwärtigen Euphorie in der Hauptstadt nichts anhaben kann: Die beiden vergangenen Spiele, gegen Köln und Paderborn, haben die Berliner für sich entscheiden können, nach dem schwachen Start mit nur einem Punkt aus vier Spielen Balsam auf die Seele der Herthaner. Mit nunmehr sieben Punkten hat sich der Klub vor dem nun anstehenden Heimspiele gegen Düsseldorf auf Platz 10 vorgekämpft, noch ein Dreier gegen die Fortuna und Hertha ist wieder zurück in der Spur, die den Verein im Idealfall bis in den Europapokal führt.

Einer der wichtigsten Gründe für die Berliner Rückkehr zum Erfolg ist eine Personalie im zentralen defensiven Mittelfeld, dort, wo im modernen Fußball oft über Sieg und Niederlage entschieden wird. Hertha-Coach Ante Covic vertraut dort seit drei Spielen dem verdienten Norweger Per Skjelbred, der in dieser Spielzeit gute Chancen hat, die 200er-Einsatz-Marke für die Berliner zu knacken. In den ersten drei Saisonspielen hatte Covic noch weitestgehend auf Skjelbred, jetzt gehört er zu den wichtigsten Balleroberern. „Wir haben nicht viele davon“, hat Covic gesagt, „Per ist wichtig, um in die Umschaltbewegung zu kommen.“

Funkel: „Diese Verletzungen sind sehr ärgerlich!“

Den Schalter umlegen, genau darum geht es am Freitag auch für die Fortuna aus Düsseldorf. Die war mit einem 3:1-Sieg so gut in die Saison gestartet und hat in den vergangenen fünf Ligaspielen nur einen einzigen mageren Punkt abgestaubt. Viel zu wenig natürlich, um sich im längst begonnenen Abstiegskampf eine solide Position zu beschaffen. Eine Pechsträhne, die auch damit zu tun hat, dass Glücksgöttin Fortuna ausgerechnet den Düsseldorfern in dieser Saison nicht hold ist. Mit dem Polen Dawid Kownacki, für den die Rheinländer die vereinsinterne Rekordsumme von 7,5 Millionen Euro bezahlen mussten, ist am vergangenen Wochenende schon der achte Spieler verletzt ausgefallen. Angreifer Kownacki, der in dieser Spielzeit noch ohne Torerfolg ist, zog sich einen Muskelfaserriss zu. „Diese Verletzungen sind sehr ärgerlich für uns“, sagt Friedhelm Funkel, „denn so eine Vielzahl an Ausfällen habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt.“ Was etwas heißen will beim Dienstältesten Trainer der Bundesliga. Für Kownacki wird Bernard Tekpetey zum Einsatz kommen, ein Ghanaer, der von Schalke 04 zu den Düsseldorfern gewechselt ist. Ob er den Abwärtstrend, der die Fortuna derzeit auf Platz 14 gespült hat, stoppen kann? Zumindest scheint der Mann selbstbewusst zu sein: „Ich bin in einer guten Verfassung und hoffe, dass ich mich gegen Hertha beweisen darf. Wir fahren mit der Einstellung nach Berlin, dort Punkte zu holen.“ Die Buchmacher sind da eher nicht von überzeugt. Für einen Auswärtssieg der Düsseldorfer in Berlin steht die Quote bei , ein Hertha-Heimsieg bringt . Mein Tipp: Düsseldorf hat in der Vergangenheit häufig bewiesen, dass die Mannschaft dann abliefert, wenn sie mit dem Rücken zur Wand steht. Am Ende reicht es immerhin zu einem Unentschieden .

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