Sportclub kommt mit Ex-Mainzer Lucas Höler. Freiburg bislang noch ohne Sieg in Mainz. Duell der klugen Langzeitplaner.   In der Bundesliga zu bestehen ist so eine Sache. Hier, in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse, reicht es nicht, einfach nur sehr viel zur Verfügung zu haben, um Erfolg zu haben (siehe Schalke). Hier müssen Vereine ähnlich kreativ agieren, wie man das von den Angestellten auf dem Rasen erwartet. Gerade dann, wenn nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.  

Vergleiche mit dem großen FC Porto

In dieser Disziplin gehören die beiden kommenden Gegner am Freitagabend, der FSV Mainz 05 und der SC Freiburg, zum Besten, was die Bundesliga zu bieten hat. Beide Klubs haben vergleichsweise nur einen geringen Etat zur Verfügung und wer jeden Euro zweimal umdrehen muss, der steigt entweder ab oder entwickelt im Laufe der Zeit besondere Fähigkeiten. 1. FSV Mainz 05 vs. Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga Beispiel Mainz 05: die Rheinhessen haben sich in den vergangenen Jahren den Ruf einer besonderen Ausbildungsstätte erarbeitet, Vergleiche mit dem FC Porto, der sich vor allem über den Verkauf von jungen Fußballern finanziert, sind nicht unangebracht. Auch wenn die Einnahmen der portugiesischen Großmeister ein ganz anderes Niveau erreicht haben (allein in den vergangenen acht Jahren erwirtschaftete Porto mit Spielerverkäufen 545 Millionen Euro), die Mainzer gehen einen ähnlichen Weg: Umsichtig im Scouting, klug in der Ausbildung, mutig darin, den jungen Talenten auch Einsatzzeiten in der Bundesliga zu geben. Wie bei dem jetzigen Schalker Suat Serdar, der am letzten Spieltag das wichtige 1:0 gegen Hannover 96 schoss. 2008 kam Serdar aus Bingen nach Mainz, genoss hier die landesweit anerkannte Ausbildung zum Profifußballer, machte für den FSV 45 Bundesligaspiele und wurde vor der laufenden Saison für elf Millionen Euro nach Gelsenkirchen verkauft. 2015 machten die Mainzer gar in einer einzigen Transferperiode 34 Millionen Euro Gewinn und verkauften Talente wie Shinji Okazaki oder Johannes Geis für das Zehnfache ihres Einkaufpreises. Das sind fünf Millionen Euro mehr, als dem SC Freiburg in dieser Saison im Gesamtetat zur Verfügung stehen.  

Beispiel Lucas Höler: Freiburg als Wirkungsstätte für Spieler mit Potential

SC Freiburg Auch dort setzt man auf junge Nachwuchsspieler, noch mehr allerdings auf bereits etablierte Kicker, denen anderswo der Durchbruch nicht gelang, aber im Breisgau plötzlich durchstarten. Wie der frühere Mainzer Lucas Höler, der beim FSV nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt wurde, und über den Umweg Sandhausen beim SC landete. Zuletzt gelang ihm der Freiburger Treffer beim überraschenden 1:1 gegen Bayern München. Nicht der erste Fußballer, der unter dem Menschenkenner Christian Streich sein volles Potential entfaltete. Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz, der Höler damals in der zweiten Mannschaft trainiert hatte, sagt über seinen früheren Schützling: „Er ist ein guter Junge und sehr fleißig.“ In Freiburg hoffen sie, dass sich dieser Fleiß endlich mal bezahlt macht, schließlich hat der Sportclub noch nie ein Auswärtsspiel in Mainz gewonnen. Für die Breisgauer spricht allerdings die Bilanz der Gegenwart: in den vergangenen acht Spielen hat man nur eine Partie verloren, derweil die Mainzer siebenmal verloren haben und nun doch noch um den Klassenerhalt bangen müssen. Als Tabellennachbarn auf Platz 12 (Freiburg) und 13 (Mainz) beträgt der Abstand zwei Punkte, fest steht also: wer das Freitagabendspiel gewinnt, macht einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt und kann schon mal ganz in Ruhe für die neue Spielzeit planen. Wie man das macht, wissen sie ja ziemlich gut in Freiburg und in Mainz. Die schlimme Auswärtsbilanz der Freiburger zeigt sich auch bei den Quoten. Für einen Erfolg des SC gibt es , ein Heimsieg der Mainzer bringt . Mein Tipp: Am Ende trennen sich beide Mannschaften schiedlich friedlich Unentschieden , ich setze dabei auf ein 2:2 .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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