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Weiße FC-Weste wird belohnt

Terodde jetzt wieder Stürmer Nummer eins?

Mainzer brauchen Befreiungsschlag

Im Kampf gegen den Abstieg kommt es nicht so häufig vor, dass Fußballer belohnt werden. In diesen Regionen geht es für viele Mannschaften von Beginn an nur um Tore und Punkte und die Hoffnung, sich auch über die Saison hinaus in der Liga zu halten. Das gilt ganz besonders für Mannschaften, die gerade erst aufgestiegen sind. Wie der 1. FC Köln, der in dieser Spielzeit mal wieder erstklassig spielt und sich gerne dauerhaft im Oberhaus etablieren möchte. Dazu braucht es eine starke Defensive und eine funktionierende Offensive und weil genau das bislang noch viel zu selten zu sehen war in Köln, steht der Klub momentan mit sieben Punkten auf dem 15. Tabellenplatz.

 

Bratwurst für die Sieger von Paderborn?

Es würde sogar noch viel schlimmer aussehen für den Aufsteiger, wenn er nicht am vergangenen Spieltag seinen ersten Saisonsieg eingefahren hätte. 3:0 stand es am Ende für die Kölner gegen Tabellenschlusslicht Paderborn, sieben, statt nur vier Punkte, die lediglich für den vorletzten Tabellenrang gereicht hätten. Weil so ein Sieg beflügelt, gerade in einer Stadt wie Köln, sieht die FC-Welt plötzlich wieder gar nicht mehr so grau aus. Erkenntnis Nummer eins: Man hat es nicht verlernt, zu null zu spielen. Zuletzt konnte man diesen glücklichen Zustand vor fünf Monaten feiern und hier sind wir nun wieder bei der angesprochenen Belohnung. Kölns Torwarttrainer Andreas Menger hatte einst versprochen, die komplette Mannschaft nach gegentorlosen Spielen zum Essen einzuladen. Zuletzt lud Menger zu einer Grillparty ein, noch offen ist, was diesmal auf dem Teller landet. Keeper Timo Horn jubelte jedenfalls nach dem Schlusspfiff gegen Paderborn: „Jetzt kann der Andi endlich wieder einen ausgeben!“

Erkenntnis Nummer zwei wird in Köln sogar noch höher gehandelt, als die Belohnungen des Torwarttrainers. Erstmals in dieser Saison hatte Trainer Achim Beierlorzer Angreifer Simon Terodde in einem Heimspiel von Beginn an gebracht und der eröffnete das Spiel dann auch gleich mit seinem Tor in der achten Minute. „Dosenöffner“ nennen sie das im Fußballsprech und weil Terodde auch sonst die Gefahr ausstrahlte, die man sich von einem Stürmer wünscht, scheint des Rätsels Lösung für die Kölner Offensivprobleme gefunden zu sein. Vor der Partie gegen Paderborn hatte der Aufsteiger in sieben Spielen lediglich fünfmal getroffen, was vor allem deshalb sehr merkwürdig ist, weil den Kölner nominell echte Waffen im Angriff zur Verfügung stehen. Rückkehrer Anthony Modeste, in der Bundesliga-Saison 2016/17 mit 25 Toren noch drittbester Angreifer im deutschen Fußball, hat in seinen zehn Spielen der Vorsaison immerhin sechsmal getroffen, noch besser war das Sturmduo Terodde (29 Treffer, fünf Vorlagen) und Jhon Cordoba (20 Tore, drei Vorlagen), das gemeinsam an mehr als 50 Zweitligatoren beteiligt war. Doch weil weder Modeste (ein Tor), noch Cordoba (kein Tor) in dieser Saison an ihre Leistungen anknüpfen konnten, scheint Beierlorzer nun wieder auf Terodde zu setzen.

 

Unruhige Saison beim FSV Mainz

Auf ihn wird es auch ankommen im kommenden Duell am Freitag gegen den FSV Mainz. Die sind mit sechs Punkten nur Vorletzter, haben ihren einzigen Saisonsieg ebenfalls gegen die abgeschlagenen Paderborner gefeiert und erleben die vielleicht schwierigste Saison seit vielen Jahren. Noch immer wirkt das Skandalspiel im Pokal nach, als Fans von Mainz und Kaiserslautern das halbe Stadion mit Pyrofackeln einnebelten und auch rein sportlich brennt bereits ganz schön der Baum am Bruchweg. Einzige positive Nachricht der vergangenen Wochen: die Mainzer haben eine Rekordsumme erwirtschaftet (145,5 Millionen Euro), was sehr ehrenwert ist, nur in der gegenwärtigen Lage nicht weiterhilft. Wichtigster Mann im Kader von Trainer Sandro Schwarz ist Offensivmann Robin Quaison, der bislang drei Tore erzielen konnte. Doch nur ein funktionierender Mannschaftspart wird nicht ausreichen, um die Liga zu halten. Wie wichtig wäre daher ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Köln.

Die Buchmacher sind sich in diesem gleichwertigen Duell ebenfalls nicht ganz sicher, für einen Heimsieg der Mainzer steht die Quote bei 2,3, ein Auswärtserfolg von Köln steht bei 2,75.

Mein Tipp: Obwohl Simon Terodde wieder trifft 6,0, verlieren die Kölner diese Partie mit 1:2 9,5.

Quoten unterliegen Änderungen.

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