Mainz empfängt Leverkusen zum Freitagabendspiel. Komisches Bayer 04: Erst Sieg gegen München, dann Pleite gegen Heidenheim. Mainzer Trainer: „Alles ein Lerneffekt“.   Der Fußballverein Bayer Leverkusen war entgegen seines vermeintlich drögen Images schon immer eine Wundertüte. Unvergessen, die Bayer 2001/02 in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League überragende Spiele ablieferte und am Ende doch in allen drei Wettbewerben in allerletzter Sekunde scheiterte. 2019 haben die selbsternannten „Pillendreher“ mit einem neuen Trainer begonnen: Heiko Herrlich, der frühere Bundesliga-Torschützenkönig, wurde entlassen und durch Peter Bosz ersetzt, der wieder durch seine recht kurze Amtszeit bei Borussia Dortmund in Erinnerung geblieben ist. Mit diesem Peter Bosz an der Seitenlinie ist Leverkusen offenbar noch wundertütiger, als man das eh von diesem Klub gewöhnt ist: einer 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach folgte ein 3:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg, gegen den FC Bayern lag Bayer zur Pause mit 0:1 zurück und gewann dann doch noch mit 3:1. Als nun die Bayern-Bezwinger im DFB-Pokal-Achtelfinale auf den Sechstplatzierten der 2. Bundesliga FC Heidenheim trafen, gab es sicherlich nicht wenige Beobachter, die ihr Geld auf einen weiteren Erfolg der Bosz-Elf setzten. Und Leverkusen? Verlor tatsächlich mit 1:2 und schied aus. Nationalspieler Julian Brandt war nach der Partie merklich angefressen: „Ich habe im Pokal noch nie eine Niederlage erlebt, die im zweiten Durchgang so gerechtfertigt ist wie diese.“  

„Es ist ein Entwicklungsprozess“

Viel Zeit, um dieses merkwürdige Auf und Ab zu analysieren hat Leverkusen nicht. Am Freitagabend muss die Mannschaft bei Mainz 05 antreten. Den Mainzern wiederum dürfte noch die klare 0:3-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten FC Augsburg in den Knochen stecken. Im Kampf um einen möglichen Startplatz für die Europa League ein herber Rückschlag. Trainer Sandro Schwarz, der mit seiner Mannschaft zuvor in vier Spielen ohne Niederlage geblieben war, stellte sich vor seine Spieler: „Es ist ein Entwicklungsprozess für eine junge Mannschaft, mit den zwei Erfolgserlebnissen, mit denen wir gestartet sind, richtig umzugehen. Es gab zudem viel Lob für unsere Spielweise. Zur Entwicklung gehört, das im Kopf richtig einzuordnen im Hinblick auf das dritte Spiel jetzt in Augsburg. Das ist ein Lerneffekt.“ Bayer Leverkusen vs. Bayern München Schwarz kann sich in dieser Saison vor allem auf seine Angreifer Robin Quaison und Jean-Philippe Mateta verlassen. Beide haben jeweils sechs Tore erzielt und gehören zu den Spielern mit den meisten Einsatzminuten im Mainzer Kader. Schwarz´ Kollege Peter Bosz hat gleich eine ganze Reihe an hochveranlagten Fußballern zur Auswahl, Aushängeschild ist der erst 19-jährige Kai Havertz, der wettbewerbsübergreifend 2168 Minuten für Bayer auf dem Rasen stand und als Mittelfeldmann in 26 Einsätzen zehn Tore erzielt hat. Zweitbester Torschütze ist Kevin Volland mit neun Toren in ebenfalls 26 Spielen. Gemeinsam mit Julian Brandt (5 Treffer), Karim Bellarabi (8) und dem Italo-Argentinier Lucas Alario (8) bilden diese beiden Ausnahmekönner das kreative Gerüst der Wundertüte namens Bayer Leverkusen.  

Intensiver Kampf um die Europa League-Startplätze

In der Tabelle trennen Bayer (Platz 7) und Mainz (11) nur drei Punkte. Selten war der Kampf um die europäischen Startplätze so intensiv wie in dieser Saison. Mit Frankfurt, Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim, Hertha BSC, Werder Bremen und Mainz kommen aktuell gleich sieben Teams um die Plätze 5 und 6. Wer dieses Freitagsspiel für sich entscheiden kann, macht auf jeden Fall einen ganz großen Schritt in Richtung Europa. RB Leipzig vs. Mainz 05 Nicht ganz so ausgeglichen erwarten die Buchmacher diese Partie. Ein Heimsieg von Mainz bringt , ein Unentschieden , gewinnen die leicht favorisierten Leverkusener steht die Quote bei . Mein Tipp: Mainz und Bayer trennen sich tatsächlich Unentschieden, am Ende lautet das Ergebnis 1:1 .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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