Hoffenheim empfängt Leverkusen zum Freitagabendspiel. Nur ein Sieg erhält TSG Chance auf Europapokal. Leverkusens Jungstars nach Werder-Pleite in der Pflicht.   Natürlich, sie als Fußball-Fans und aufmerksame Beobachter dieses Spiels wissen selbstverständlich, dass bei diesem Sport alle Theorie nur grau und entscheidend noch immer auf dem Platz ist. Und doch kommt man in dieser durchgetakteten, alles berechnenden Welt nicht um ein paar Statistiken drum herum. Als da zum Beispiel wären:
  • gegen keinen anderen Bundesligisten hat Bayer Leverkusen eine so hohe Siegquote wie gegen die TSG – nämlich 67 Prozent
  • nur gegen die Bayern (15/50) kassierte Hoffenheim noch mehr Niederlagen und Gegentore als gegen Bayer (14/44)
Wir stellen also fest: die TSG Hoffenheim hat im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen so gut wie keine Chance. Was natürlich Quatsch ist, schließlich gibt es einen Grund, warum die Mannschaft von Julian Nagelsmann aktuell auf dem 9. Tabellenplatz zu finden ist und nur vier Punkte weniger hat als der kommende Gegner aus Leverkusen. Der wichtigste: es ist extrem schwierig gegen diese Hoffenheimer zu gewinnen. Von 26 Ligaspielen hat die TSG nur sechs verloren, zehnmal unterlag dagegen bereits Bayer 04. Problem nur: die elf Unentschieden der Nagelsmann-Truppe bedeuten den Spitzenplatz in der Bundesliga. Und nur mit mageren Ein-Punkt-Spielen schafft man es nicht nach Europa.  

Das berühmte Sechs-Punkte-Spiel

Die Europa League ist das erklärte Ziel von beiden Mannschaft am Freitagabend. Bessere Karten hat zwar derzeit Bayer 04 – die Mannschaft steht mit 42 Punkten auf Tabellenplatz 6 – doch kann Hoffenheim mit einem Heimsieg die Differenz auf nur einen Punkt verkürzen. Sechs-Punkte-Spiel heißen solche Partien im Fußballsprech, wenn es gegen einen unmittelbaren Konkurrenten in der Tabelle geht und man nicht nur selbst Punkte machen kann, sondern diese auch noch dem Gegner klaut. Borussia Dortmund vs. Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga Wie das gegen Leverkusen möglich ist, bewies Hoffenheims direkter Tabellennachbar Werder Bremen (Platz 8) am vergangenen Spieltag. Ehe die Mannschaft von Peter Bosz in der zweiten Halbzeit endlich wach wurde und ihr so aufregendes Offensivspiel aufzog, stand es bereits 0:2, die Partie war entschieden. „Wenn du in der Tabelle nach oben willst“, erklärte der nimmermüde Lars Bender nach dem Spiel, „musst du über 90 Minuten so spielen, wie wir es in der zweiten Halbzeit gemacht haben.“ Heißt aber auch: wer Leverkusen besiegen will, um selbst in der Tabelle weiter nach oben zu klettern, sollte so spielen wie Werder in der ersten Halbzeit: giftig, mit einem druckvollen Pressing, dass den Leverkusener Schönspielern die Laufwege sehr kurz machte, dazu in Kombination eine rigorose Chancenverwertung.  

Topstürmer Kramaric hat jetzt schon 18 Tore auf dem Konto

Die TSG Hoffenheim ist dazu durchaus in der Lage, die Spielidee von Julian Nagelsmann hat dafür gesorgt, dass die Mannschaft mit bislang 50 geschossenen Toren die viertbeste Offensive der Liga stellt. Nur hilft das alles nichts, wenn am Ende wieder nur ein Unentschieden dabei herauskommt. Wichtigster Mann in Nagelsmanns Angriffsspiel ist der Kroate Andrej Kramaric, dem in 29 Einsätzen bereits 18 Tore gelungen sind. Leverkusens bester Angreifer ist ein Mittelfeldspieler: Nationalspieler Kai Havartz steht gegenwärtig bei 13 Saisontoren, knapp hinter ihm Kevin Volland mit 12 Treffern. RB Leipzig - TSG Hoffenheim Womit wir dann doch wieder bei den Statistiken wären. Die versprechen zumindest ein unterhaltsames, weil torreiches Spiel, für Spannung ist aufgrund der besonderen Tabellenkonstellation ohnehin gesorgt. Apropos Zahlenspiele. Für einen Heimsieg der Hoffenheimer steht die Quote bei , das 12. Unentschieden für die TSG brächte , ein Sieg der Leverkusener steht bei . Mein Tipp: Beide Mannschaften halten das Versprechen auf ein unterhaltsames Spiel und erzielen insgesamt mehr als 2,5 Tore . Am Ende macht dann aber doch wieder Leverkusen das Rennen und gewinnt mit 3:2 .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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