„Bad Boys“ aus der Hauptstadt schon jetzt im Abstiegskampf Frankfurt will auch auswärts punkten Hütter: „Wollen gleich Vollgas geben“   Es hat schon seine Gründe, warum man den FC Union Berlin auch „die Eisernen“ nennt und als Maskottchen ein kettenhemdtragender Ritter durch die Alte Försterei stromert. Jedenfalls wird der Bundesliga-Aufsteiger seinem Spitznamen in dieser Saison bislang mehr als gerecht: die Gelb-Rote Karte für Sebastian Polter am vergangenen Spieltag gegen Bayer Leverkusen war schon der dritte Platzverweis für einen Unioner in dieser noch jungen Spielzeit. „Ist Union zu FOUL für die Bundesliga?“, dichtete umgehend das Boulevardblatt „BZ“. „Ich finde nicht, dass wir eine dreckige Truppe sind, die viel foult. Es ist eine individuelle Sache“, reagierte Kapitän Christopher Trimmel auf die Kritik an der harten Spielweise seiner Kollegen und ging ins Detail: „Was die Roten Karten für Keven Schlotterbeck und Sebastian Polter betrifft, kann man nur erwähnen: Jungs, passt in den Zweikämpfen ein bisschen besser auf – vor allem mit offener Sohle.“  

„Freitagabendspiel hat immer sein eigenes Flair“

Fakt ist: Mit seinen Platzverweisen schadet sich der Aufsteiger nur selbst. Auch ein Grund dafür, warum Union nach fünf Spieltagen mit vier Punkten auf Platz 14 steht, im direkten Kontakt zu den Abstiegsplätzen, wo die meisten Experten den Verein aus dem Berliner Stadtteil Köpenick auch für den weiteren Saisonverlauf vermuten. Klar, dass die kämpferischen „Eisernen“ sich nicht Bange machen lassen, so ein Beiname will schließlich verteidigt werden. Mit Blick auf den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt sagt Rechtsverteidiger Trimmel: „Ein Freitagabendspiel zu Hause hat immer ein eigenes Flair. Ich freue mich besonders drauf, weil es wieder eine Riesen-Herausforderung für uns ist. Es ist eine geile Mannschaft, gegen die wir spielen. Frankfurt hat auch sehr, sehr gute Fans. Die Stimmung wird bombastisch sein und den Zuschauern und Spielern Spaß machen.“ 1 FC Union Berlin Bei der Eintracht wiederum hofft man, die anhaltende Auswärtsschwäche in den Griff zu bekommen. Die sieben Punkte, die die Eintracht aktuell auf Platz 9 stehen lassen, hat die Mannschaft von Trainer Adi Hütter alle im eigenen Stadion gewonnen, in der Auswärtstabelle steht die Eintracht auf Platz 17 – viel zu wenig für die Ansprüche eines Europa-League-Teilnehmers. Einer der Gründe für die schlechte Ausbeute auf fremden Plätzen hat Mittelfeld-Mann Djibril Sow in der schwachen Startphase seines Teams ausgemacht: „Es würde der Mannschaft guttun, wenn wir offensiv in den Rhythmus kommen und in Führung gehen.“ Logisch, dass der ehrgeizige Adi Hütter deshalb von seiner Auswahl gefordert hat, gegen die Unionen gleich zu Beginn mit Vollgas zu starten. Eine Führung auf einem auswärtigen Platz gelang der Eintracht tatsächlich zuletzt im August gegen Vaduz. Sow ergänzt: „Wir tun gut daran, am Freitag gleich von Anfang an konzentriert im Spiel zu sein. Wir haben aber viele neue Spieler. Ich denke, es braucht seine Zeit, bis sich das Gefüge findet.“  

Beste Quote noch für ein Unentschieden

Mit diesem Problem haben allerdings auch andere Mannschaften zu finden. Will die Eintracht wie in den vergangenen Spielzeiten eine entscheidende Rolle im oberen Tabellenviertel spielen, muss sie dringend diese Probleme abstellen. Vielleicht ja gleich mit einem deutlichen Auswärtssieg gegen Union Berlin. Doch Vorsicht: In der Hauptstadt spielt man bekanntlich mit harten Bandagen. Eintracht Frankfurt vs. Borussia Dortmund Die Buchmacher bewerten die Partie recht ausgeglichen. Während es für einen Heimsieg von Union Quote gibt, steht sie für den in Hessen ersehnten Auswärtserfolg bei . Ein Unentschieden gibt mit noch die beste Quote. Mein Tipp: Die Eintracht kommt in Berlin endlich auch auswärts in die Spur und ist von Beginn an brandgefährlich, doch auch Union wird sich in diesem Spiel nicht kampflos geschlagen geben. Schon in der ersten Halbzeit fallen mehr als 2,5 Treffer , doch am Ende kann sich der Gast aus Frankfurt mit 3:1 durchsetzen .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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