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Lucien Favres Stuhl wackelt gewaltig. Trotz ausgesprochenem Vertrauen der BVB-Bosse auf der Jahreshauptversammlung könnte Favre in Barcelona das letzte Mal Trainer der Borussen sein. Ein Sieg muss her.

Trotz 4:0 Klatsche in München und lediglich einem Punkt in Paderborn ist der BVB in Barcelona nicht chancenlos, auch wenn Barcelona zu Hause eine Macht ist. Im Hinspiel gab es ein 0:0 in Dortmund.

In der Champions League drehte der BVB die letzte Partie gegen Inter Mailand und gewann mit 3:2. Der FC Barcelona empfängt den BVB nach einem 0:0 bei Slavia Prag.

Es sind schwierige Wochen für Borussia Dortmund und deren Anhänger. Nach der desaströsen Leistung gegen den FC Bayern München, folgte eine ähnliche Leistung gegen den Aufsteiger aus Paderborn. Es ist zu wenig für die Ambitionen des BVB und so ist es mehr als verständlich, dass der Trainerjob von Lucien Favre derzeit heiß diskutiert wird. Borussia Dortmund steckt in einem Loch. Ausgerechnet in dieser schwierigen Phase muss der BVB beim Tabellenführer der spanischen Liga, dem FC Barcelona, ran. Barcelona gilt erneut als einer der Favoriten auf den Champions League Titel. Es könnte Lucien Favres letzte Partie als Trainer der Schwarz-Gelben sein. Viele sprechen von dem entscheidenden Schicksalsspiel. Ein Blick auf die Partie zeigt jedoch, dass der BVB nicht absolut chancenlos ist.

 

Defensive mehr gefordert als die Offensive

Bei den Borussen sind sowohl die Defensive als auch die Offensive mehr denn je gefordert. Dass der BVB offensiv seine Qualitäten ausspielen kann, haben sie in der zweiten Hälfte gegen Paderborn bewiesen, auch wenn es hier und da Lücken aufwies. Gegen Barcelona dürfte das auch wieder möglich sein, denn laut spanischen Medien fallen die Außenverteidiger Jordi Alba und Nelson Semedo verletzungsbedingt und Gerard Pique gelbgesperrt aus. Das sollte dem BVB zumindest offensiv Möglichkeiten geben, womöglich ein so wichtiges Tor zu erzielen. Problematischer wird der Blick in die Hintermannschaft der Borussen. Rückkehrer Mats Hummels und auch Julian Weigl müssen gegen die schnellen Stürmer des FC Barcelona zurück in die Spur finden. Andernfalls wird es ihnen ähnlich ergehen wie gegen Paderborn nur dass in diesem Falle die Stürmer nicht Mamba, sondern Suarez, Dembele und Messi heißen und größeres Unheil anrichten können. Dazu müssen auch die defensiven Mittelfeldspieler zur gewohnten Ruhe finden, um eben jene Superstars frühzeitig zu stoppen.

 

Ist der FC Barcelona im Camp Nou unbezwingbar?

Ein Blick auf die Zahlen zeigt die defensiven Schwächen des BVB. Turnierübergreifend kassierte der BVB in den letzten fünf Partien zehn Gegentreffer bei einem Torverhältnis von 11:10. Auswärts lesen sich die Statistiken noch schlechter. In den letzten fünf Partien fuhren die Schwarz-Gelben lediglich einen Sieg ein, bei zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Das Torverhältnis von 4:8 in fünf Partien ist zu wenig.

In der heimischen Liga steht der FC Barcelona an der Spitze, auch wenn es bei den Katalanen ähnlich wie beim BVB nicht wie gewohnt läuft. Vergangenes Wochenende lagen sie zur Pause gegen Schlusslicht Leganes zurück, ehe sie durch zwei Standardtore die Partie drehten. In der Champions League fahren die Katalanen momentan auch nur mit Halbgas. Nach vier Spielen stehen sie zwar an der Spitze der Gruppe F, allerdings stehen sie aktuell bei lediglich acht Punkten bei einem Torverhältnis von 4:2. Eigentlich ist das zu wenig für den FC Barcelona, der rein rechnerisch noch um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen muss. Doch im ehrwürdigen Camp Nou ist der FC Barcelona eigentlich brutal stark. In der Königsklasse sind sie seit 34 Spielen zu Hause ungeschlagen. Das macht es nicht unbedingt einfacher für den aktuell strauchelnden BVB und Lucien Favre. Mit Hinblick auf Favre zählt für den BVB nur ein Sieg.

 

Ein Sieg ist Pflicht – auf beiden Seiten

Die Zuschauer dürfen sich auf eine spannende Partie freuen. Beide Teams müssten gewinnen, auch wenn hierbei der FC Barcelona die besseren Karten hat. Der Gewinner kann bereits für das Achtelfinale planen, der Verlierer muss weiterhin kämpfen, wobei der BVB am letzten Gruppenspieltag mit Slavia Prag den vermeintlich leichteren Gegner hat.

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