Schalke empfängt Werder im Pokal-Viertelfinale. Bremens Angreifer in der Form seines Lebens – Vergleich mit Messi. SVW-Coach Kohfeldt: „Bin optimistisch, dass er bleibt“.   Unterschiedlicher könnten diese beiden Ausgangslagen ja nicht sein und genau darin liegt der Reiz der Begegnung zwischen Schalke 04 und Werder Bremen. Während in Gelsenkirchen jüngst sogar der Altmeister Huub Stevens reaktiviert werden musste, um den drohenden Abstieg zu verhindern und die völlig verunsicherte Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen, befindet sich Werder Bremen in einer der stärksten Phasen der jüngeren Vereinsgeschichte. Seit den goldenen Zeiten unter Thomas Schaaf standen die Bremer im letzten Viertel einer Saison nicht mehr so gut da, aktuell hat sich die Mannschaft von Florian Kohfeldt auf dem sechsten Platz in der Liga festgebissen und hat damit sehr gute Chancen, tatsächlich in der kommenden Saison in der Europa League anzutreten.  

Kruse in der Form seines Lebens

Max Kruse Werder Bremen Noch besser scheinen die Chancen auf den Einzug ins Halbfinale zu sein, denn auch wenn Schalke am vergangenen Wochenende gewann, die drei Punkte gegen Tabellenschlusslicht Hannover musste man sich sehr mühsam erkämpfen. Zum Matchwinner wurde der junge Torwart Alexander Nübel, der für seinen starken Auftritt von Stevens mit der Teilnahme am Viertelfinale belohnt wird. Vor ihm sollen Bruma, Sané und Nastasic versuchen, die Wege der Werder-Offensive zuzustellen. Vermutlich kommt diese Mammutaufgabe aber etwas zu früh für die erst seit wenigen Wochen von Stevens trainierte Mannschaft. Denn Werders jüngste Erfolge – das Team ist seit elf Spielen unbesiegt und verlor zuletzt gegen RB Leipzig – fußen vor allem auf dem bärenstarken Angriff, der in Max Kruse seine zentrale Figur gefunden hat. Kruse, einst Nationalspieler und gefeiertes Talent, bis ihn diverse kleine Skandälchen (die legendäre Taxi-Fahrt nach dem Pokerduell) nach Bremen führten, wo sie seit vielen Jahren ein Händchen für besondere Fälle haben. An der Weser reifte Kruse zu einem konstant guten Stürmer, in dieser Saison hat er das eigene Niveau noch einmal angehoben. In seiner Mischlingsrolle als verkappter Spielmacher und Mittelstürmer spielt der Linksfuß seine grandiose Technik und sein Spielverständnis fantastisch aus. In den letzten fünf Spielen sammelte er zehn Scorerpunkte, im internationalen Vergleich kommt nur Lionel Messi (11 Punkte) auf eine bessere Quote und auch wenn Vergleiche mit dem besten Fußballer der vergangenen zehn Jahre vielleicht unangemessen sind – in seiner gegenwärtigen Form kann der 31-jährige Kruse mit jedem Offensivmann auf der Welt mithalten. Bleibt nur die Frage, ob er auch über die Saison hinaus seine Tore für die Norddeutschen schießen wird, denn sein Vertrag läuft nur bis zum Ende dieser Spielzeit. Auch wenn sein Trainer optimistisch ist, dass Kruse in Bremen bleiben wird („Ich glaube, er weiß, was er an uns hat“), liegt der Verdacht doch nahe, dass Kruse bei einem guten Angebot eines Champions-League-Teilnehmers die Hansestadt verlassen könnte. Viel hängt von seinem Verbleib auch davon ab, ob Werder in der neuen Spielzeit international vertreten sein wird. Auch dafür wäre ein Weiterkommen im Pokal sehr hilfreich.  

Rückkehr von Moisander stabilisiert Werders Defensive

Während Bremen vorne neben Kruse auf den flinken Rashica und das Edeltalent Maxi Eggestein vertraut, hat sich mit Niklas Moisander auch der nominelle Abwehrchef nach überstandener Verletzung zurückgemeldet. Der bereits 33-jährige Finne soll gemeinsam mit Veljkovic und Langkamp Werders Defensive gegen Schalkes Embolo und Uth organisieren. Schalke 04 Die Buchmacher sind sich offenbar einig, dass die Partie trotzdem sehr eng werden wird, für einen Sieg der Schalke liegt die Quote bei , für das Weiterkommen der Bremer gibt es . Mein Tipp: Bremen ist derzeit einfach zu gut drauf, um sich von den Schalkern ernsthaft ärgern zu lassen und gewinnt am Ende klar mit 3:1 , wobei sich erneut der starke Kruse mit mindestens zwei Treffern in die Schützenliste einträgt .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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