RB Leipzig und die historische Chance Geheimer Kabinenpakt der Bayern-Stars Kovac kann mit Schaaf gleichziehen   Fußball ist doch immer wieder erstaunlich. Wer hätte schon vor ein paar Jahren gedacht, dass ein Verein aus Leipzig im DFB-Pokalfinale stehen würde? Und dann auch noch einer, den es bis vor kurzem noch gar nicht gab? Aber das Geld regiert längst die Fußballwelt und wenn man genügend davon hat und auch noch in der Lage ist, es entsprechend schlau einzusetzen, dann ist es ganz offensichtlich möglich, die seit der Wende darbende Fußballstadt Leipzig wieder in ein Pokalfinale zu hieven.  

Kovac und die Ehrgeizlinge aus der Geschäftsstelle

Den Machern und Geldgebern von RB Leipzig ist genau das gelungen, die Leipziger haben am Samstag die historische Chance, erstmals in ihrer so kurzen Vereinshistorie einen großen Titel zu gewinnen. Dem Newcomer im deutschen Fußball steht eine altbewährte Kraft gegenüber. Der FC Bayern kann mit einem Sieg in Berlin das Double gewinnen und aus einer Saison, die kurzzeitig wie eine enttäuschende wirkte, eine sehr gute werden lassen. Typisch Bayern, dass Trainer Niko Kovac trotzdem nicht fest im Sattel sitzt. Wer diese Millionentruppe anführt, muss schon einen sehr großen Namen haben oder vom ersten Spieltag an alles dominieren, um die Ehrgeizlinge um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zufrieden zu stellen. Kovac hat nun zumindest die Möglichkeit, mit einem Sieg im Finale mit einem anderen großen Namen gleichzuziehen. Mit ein und demselben Verein als Spieler und als Trainer Pokalsieger zu werden, ist bislang nur der Werder-Legende Thomas Schaaf gelungen – übrigens 1999 in einem sensationellen Finale gegen den FC Bayern. Bayern München Wie auch immer die berufliche Zukunft von Niko Kovac aussehen wird, der FCB wird nach der Saison endgültig den Umbruch meistern müssen. Franck Ribery und Arjen Robben, Säulen der Mannschaft, werden den Klub verlassen, sie haben im vergangenen Jahrzehnt die Geschicke der Münchener maßgeblich gesteuert. Das Endspiel gegen Leipzig ist ihre Chance, sich standesgemäß mit einem Titel in den Ruhestand zu verabschieden. Dafür, so berichten es diverse Medien, haben die Altstars in einer geheimen Kabinenandacht noch einmal alle Spieler auf den Saisonabschluss eingeschworen. Keine schlechte Idee, gewinnt so ein Finale doch vor allem das Team, das den besten Teamgeist auf den Rasen bringt. Da auch die Leipziger als sehr gefestigte Mannschaft gelten, dürfte den Zuschauern ein besonderes Spiel geboten werden.  

Kimmich und die Trainerfrage

Einer, der in Zukunft die großen Fußstapfen von Robben und Ribery ausfüllen soll, ist Joshua Kimmich, der einst für RB Leipzig spielte. Kimmich arbeitet weiterhin daran, eine solche Führungsrolle einzunehmen. Entsprechend offensiver ist er in dieser Saison bezüglich seiner medialen Auftritte geworden. Angesprochen auf die merkwürdige Trainersituation gab Kimmich zu Protokoll: „Egal, welcher Trainer hier war, auch bei Pep Guardiola war Kritik da. Bei Carlo Ancelotti war Kritik da. Bei Jupp Heynckes war es eine andere Situation, weil er ein bisschen aus der Not geholt wurde und Tripletrainer war. Aber seitdem ich hier bin, ist es nie so, dass man die Trainer oder die Mannschaft in den Himmel lobt. Es wird oft nach Sachen gesucht, die man kritisieren kann.“ Das darf gerne als Gruß an die Adresse der Vereinsbosse gewertet werden, die weiterhin fest davon überzeugt zu sein scheinen, dass der FC Bayern nur dann funktioniert, wenn regelmäßig Theater gemacht wird. In Leipzig arbeiten sie da anders, deutlich zurückhaltender. Für den neuen Trainer Julian Nagelsmann ein recht komfortables Fundament, er wird auf dieses Pokalfinale ein ganz besonderes Augenmerk haben. Kimmich and Kovac Wie natürlich auch jeder, der sein Geld auf dieses Spiel setzen möchte. Bei den Buchmachern sind die Bayern klarer Favorit, für einen Sieg des Meisters steht die Quote bei , gibt es, wenn Leipzig gewinnt. Mein Tipp: Die erste Halbzeit wird überraschend deutlich an die Leipziger gehen , doch dann drehen die Bayern auf und gewinnen die Partie mit 2:1 .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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