Die englische Liga nimmt ihren Betrieb wieder auf und geht in die neue Saison mit Manchester City als Titelverteidiger.  

Die Top-Klubs kauften in diesem Sommer ungewöhnlich sparsam ein.

Das Mittelfeld drängt nach vorne, nachdem Liverpool & Co. fast unverändert in die Spielzeit gehen.  

 

England dominierte Europa. Drei Klubs der Premier League standen in den beiden wichtigsten Wettbewerben des Kontinents im Endspiel – und holten beide Titel. Und scheinen sich sicher zu sein, diese Leistung wieder abrufen zu können – mit teils unverändertem Personal. Die spendier-freudige Premier League hat auf die Ausgaben-Bremse getreten.

Wie stark sind der Meister ManCity, Champions League-Sieger Liverpool und die Verfolger Chelsea, Tottenham, United und Arsenal tatsächlich? Und wie groß wird der Druck aus den hinteren Reihen auf das Sextett sein?

Heute ist Deadline Day in England. Einige Transfers können also noch passieren. Ausgehend vom Verlauf des Sommers scheinen die Machtverhältnisse aber schon geklärt.

 

Unverändert noch stärker

Pep Guardiola und Manchester City werden auf die Konkurrenz blicken und vielleicht mit den Schultern zucken. Der FC Liverpool, ärgster Verfolger der Citizens, verstärkte sich nicht merklich. Das Team von Jürgen Klopp setzt auf Kontinuität.

Liverpool vs. Man City - FA Community Shield

Guardiola selbst, auf den der Druck angesichts seiner Bilanz in der Champions League steigen wird, erhält mit Rodri (€ 80 Mio.) und Joao Cancelo (€ 55 Mio.) nur zwei Verstärkungen, die die Nadel aber nicht sonderlich bewegen. Müssen sie aber auch nicht, da kein Klub sich anschickt, dem Meister gefährlich zu werden.

In der Liga dominierte Team Blau aus Manchester nach Belieben. Was auch in der kommenden Saison so sein wird. ManCity ist Favorit auf den Titel bei einer Quote von .

 

Und nun die Premier League

Vielleicht ging Jürgen Klopp mit dieser Logik an die neue Saison heran: Mit dem Kader reichte es fast zum Double. Natürlich wäre die Titelverteidigung in der Königsklasse eine feine Sache. Sollte der Fokus allerdings auf der Meisterschaft liegen, ist das – nach Adam Riese – mit dem Kader ja machbar.

Premier League Start

Liverpool erwirtschaftete in diesem Sommer ein Transfer-Plus, gab aber keinen Leistungsträger ab. Kontinuität ist König bei Klopp & Co.

Allein deshalb sind die Reds schon ein Kandidat auf die Trophäe, wenn auch nur bei einer Quote von . Den Buchmachern reichte der stille Sommer dann doch nicht.

 

Die Vier dahinter

Auch in der kommenden Saison werden Tottenham, Chelsea, United und Arsenal das qualitativ hochwertige Verfolger-Quartett bilden. Während Arsenal (€ 80 Mio. für Nicolas Pépé), Manchester (€ 87 Mio. für Harry Maguire), und Tottenham (€ 60 Mio. für Tanguy Ndombélé) Geld ausgaben, nahmen die Blues nur ein. Chelsea verlor den Kopf der Mannschaft, Eden Hazard, an Real Madrid für € 100 Mio. – Verstärkungen, Fehlanzeige.

Manchester United vs. AC Milan - 2019 International Champions Cup

United soll zudem Romelu Lukaku an Inter Mailand verkauft haben. Summa summarum bleiben die vier Top-Klubs im besten Fall also gleich stark. Was die Ausgangslage für die Meisterschaft beibehält. Tottenham ist Dritter in der Gunst der Buchmacher, United , Chelsea und Arsenal schon weit abgeschlagen.

Interessanter wird dann die Frage, wer von diesen Klubs es nicht unter die Top-4 schafft. Während City und Liverpool ausgeklammert werden können (es sei denn, schwere Verletzungen ereilen die Reds), scheint der FC Chelsea ein guter Favorit zu sein . Einen Ersatz für Hazard gab es bisher nicht. Manchester United könnte die Blues überholen, genauso wie Tottenham und vielleicht sogar die Gunners.

 

Die Außenseiter

Interessant wird es dann noch in den hinteren Reihen. Wolverhampton, Everton und Leicester City investierten in die Breite. Die Wanderers gaben allein knapp € 100 Mio. für neue Spieler aus.

Leicester City vs. Wolverhampton Wanderers - Premier League

Auch West Ham und Newcastle greifen an. Gerade aber Wolverhampton und der FC Everton sind realistische Kandidaten für einen Platz unter den Top-6.

Die Premier League könnte in der neuen Spielzeit wieder etwas weiter zusammenrücken. ManCity hat die besten Chancen, den Titel abermals zu holen. Interessant ist die Rolle von Tottenham Hotspur als stärkstes Team hinter City und Liverpool. Die Quote auf die Meisterschaft mit einem Handicap von +17 Punkten liegt für die Spurs bei . Und wer an einen erneut starken Harry Kane glaubt, erhält eine Quote von auf ihn als besten Torschützen der neuen Saison.

 

Quoten unterliegen Änderungen.

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