Europa League: Frankfurt gegen Mailand leicht favorisiert.

SGE muss auf Stürmer Ante Rebic verzichten.

Mailands Superstar Icardi sorgt für Probleme.

 

Die bislang für alle Anhänger von Eintracht Frankfurt so wunderbare Saison 2018/19 steuert auf ihren nächsten Höhepunkt zu. Im Achtelfinale der Europa League empfangen die Hessen einen europäischen Giganten – auch wenn das Inter Mailand der Gegenwart nicht so gigantisch rüberkommt, wie es der Name vermuten lässt.

 

Mailand: Die Posse um Icardi und Frau Nara

Gegenwärtig befindet sich Inter, dreifacher Gewinner der Europa League, ehemals Uefa-Cup, zwar auf Rang vier in der Serie A, aber für einen Klub, der 18 Mal die Meisterschaft feiern durfte und zudem dreimal den Europapokal der Landesmeister gewonnen hat, ist selbst das zu wenig. Was auch daran liegt, dass die Zeiten, in denen Inter für viel Geld die besten Spieler der Welt nach Mailand holte, längst vorbei sind. Der mit Abstand beste Spieler im Kader heißt Mauro Icardi und genau da liegt das Problem: Zwar hat Icardi – in der Vorsaison gar Schützenkönig der Liga – bereits 15 Tore in 30 Spielen erzielt, aber erstens fehlt er gegen die Eintracht verletzt und zweitens sind Verein und Spieler derzeit nicht wirklich gut aufeinander zu sprechen. Schuld daran soll Icardis Gattin Wanda Nara sein, die zugleich als Managers ihres Mannes fungiert und so konsequent Wechselgerüchte streuen soll, dass Inters Verantwortliche langsam aber sicher die Faxen dicke haben. Angeblich soll sogar ein Wechsel zu Real Madrid an Frau Naras Verhalten gescheitert sein. Und zu allem Überfluss verzichtete Icardi darauf, seinen Klub nach Deutschland zu begleiten. Die Stimmung in Mailand könnte in der Tat besser sein.

Inter Mailand vs SK Rapid Wien - UEFA Europa League

Ein Umstand, der auch dem ehemaligen Inter-Spieler Jürgen Klinsmann nicht entgangen ist. „Seit gut zwei Wochen liegt einiges im Argen bei Inter“, sagte der frühere deutsche Nationaltrainer dem Fernsehsender Nitro und schob der Eintracht die leichte Favoritenrolle zu. Damit ist er nicht allein. Auch der ehemalige Frankfurter Maurizio Gaudino, Sohn italienischer Gastarbeiter, sagt: „Als Mannschaft ist die Eintracht derzeit besser.“ Tatsächlich befindet sich die SGE in einer erstaunlichen Verfassung. Während mit Borussia Dortmund ein anderes Überraschungsteam der Hinrunde nach der Winterpause nicht wirklich aus den Startlöchern gekommen ist, scheinen die Frankfurter nur noch stabiler geworden zu sein. Im Jahr 2019 hat die Mannschaft noch nicht ein Pflichtspiel verloren und steht derzeit mit 40 Punkten auf Platz 5 in der Bundesliga-Tabelle, nur fünf Punkte von RB Leipzig auf Platz 3 entfernt. Frankfurts Jonathan de Guzman, der drei Jahre in der Serie A auf dem Buckel hat, glaubt zudem, „dass italienische Mannschaften nicht so gerne gegen deutsche spielen, weil sie sehr physisch auftreten und sehr laufstark sind“. Zwei Eigenschaften, die die Eintracht in dieser Saison so stark machen. Sportdirektor Bruno Hübner stieß ins selbe Horn: „Inter hat eine richtig, richtig gute Mannschaft, aber wir können bestehen. Wir haben die Mentalität, niemals aufzugeben.“

 

Frankfurt: „Die Flamme am Gasherd hochdrehen“

Helfen sollen dabei mal wieder die berühmt-berüchtigten Fans der Frankfurter, deren Enthusiasmus Sportvorstand Axel Hellmann hübsch zusammenfasste: „Bei uns ist es so, dass wir die Flamme am Gasherd hochdrehen können.“ Während die Unterstützung der Fans fest eingeplant ist, muss Trainer Adi Hütter auf Mittelstürmer Ante Rebic verzichten, der sich am Knie verletzt hat. Gemeinsam mit Sebastian Haller (17 Tore in 34 Spielen) und Luka Jovic (21/34) bildet der Kroate Rebic (9/27) in dieser Spielzeit eine der besten Offensivreihen in Europa, sein Ausfall wiegt schwer.

Eintracht Frankfurt

„Mailand oder Madrid“, hat der frühere Frankfurter Andreas Möller mal so schön gesagt, „Hauptsache Italien!“ Am Donnerstag-Abend ist es so weit. 48.000 Zuschauer im Stadion und Millionen vor den Bildschirmen können es kaum erwarten.

Für einen Heimsieg der Frankfurter steht die Quote bei , ein Unentschieden brächte , ein Erfolg von Inter Mailand .

Mein Tipp: Die Frankfurter machen derzeit nicht den Eindruck, dass sie sich im eigenen Stadion besiegen lassen, egal wie klangvoll der Name des Gegners auch sein mag. Mit einem 2:0 legt die Eintracht das Fundament für das Weiterkommen und kann sich dabei mal wieder auf Topstürmer Luka Jovic verlassen, der das erste Tor erzielt .

 

Quoten unterliegen Änderungen.

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