Die SG Flensburg-Handewitt trifft am vierten Spieltag der Handball-Bundesliga auf den Rekordmeister THW Kiel. Zwölfmal war der THW Kiel seit 2000 Deutscher Meister. In den letzten drei Jahren siegten aber andere Teams. Viele Experten trauen dem THW Kiel in dieser Saison wieder eine Meisterschaft zu. Konkurrent Flensburg hat aber bereits deutlich gemacht, dass auch mit ihm zu rechnen ist.   Mit der SG Flensburg-Handewitt trifft der amtierende Meister der deutschen Handball-Bundesliga am achten September 2018 auf den Rekordmeister THW Kiel, der in der letzten Saison nur Fünfter wurde. Die aktuellen Ambitionen der Kieler sind groß und viele trauen es dem Team zu, in diesem Jahr wieder um die Meisterschaft mitzuspielen. Aus Sicht des THW Kiel und seiner Fans wäre es auch höchste Zeit. Gelingt es den Kielern im Nordderby gegen Flensburg, eigene Ansprüche zu untermauern, oder siegt der Titelverteidiger?  

Knüpft Kiel an alte Erfolge an?

Dritter Platz (2015/2016), dritter Platz (2016/2017) und fünfter Platz (2017/2018): Das ist die Bundesligabilanz des THW Kiel in den letzten drei Jahren. Viele Teams der ersten Handball-Bundesliga wären mit solch einer Bilanz wohl zufrieden oder sehr zufrieden. Für den THW Kiel kann sie dagegen nur enttäuschend sein. Zwölfmal waren die Kieler seit der Jahrtausendwende Deutscher Meister. Hinzu kamen unter anderem drei Gesamtsiege in der Champions-League, zwei im EHF-Pokal und diverse Siege im DHB-Pokal, zuletzt im Jahr 2017. Das war allerdings der einzige Gesamtsieg der Kieler bei einem der wichtigen Turniere seit 2015, was aus Sicht dieses Spitzenteams sicherlich eine magere Ausbeute ist. Nordderby Viele Experten trauen dem THW Kiel in der aktuellen Saison die Meisterschaft zu und begründen das so wie die Gießener Allgemeine am 22. August: Kiel hat den höchsten Etat aller Erstligisten, einen hervorragend zusammengestellten Kader und dem Team kommt die fehlende Belastung aus der Champions-League zugute. „An Kiel führt kein Weg vorbei“ betitelte die Gießener Zeitung ihren Artikel. Wohlmöglich werden die Kieler ihrem langjährigen Trainer Alfred Gislason, der nach der aktuellen Saison aufhört, tatsächlich ein Abschiedsgeschenk in Form der Meisterschaft mitgeben? Ein Testspiel gegen den norwegischen Club Haslum HK gewannen die Kieler in Norwegen klar mit 41:28. Im DHB-Pokal qualifizierten sie sich durch Siege gegen die Zweiligisten TuSEM Essen und TSV Bayer Dormagen für das Achtelfinale. In der Bundesliga hat die Mannschaft von THW Kiel bisher auswärts mit 26:19 gegen Die Eulen Ludwigshafen gewonnen und sie konnte an Spieltag 3 zu Hause den TBV Lemgo Lippe mit 28:24 schlagen. Ihr Spiel des ersten Spieltags gegen den HC Erlangen findet erst am 30. September statt.  

Flensburg: wieder auf Meisterkurs?

Lange Zeit hatte es in der vergangenen Saison so ausgesehen, als würden die Rhein-Neckar Löwen Deutscher Meister. Am Ende triumphierten die Flensburger. In ihren ersten drei Bundesligaspielen der aktuellen Saison zeigten sie, dass sie durchaus in der Lage sein könnten, ihren Titel zu verteidigen. 31:28 siegten sie auswärts gegen den GWD Minden. 26:15 hieß es zu Hause gegen FRISCH AUF! Göppingen und am vierten September schlug die SG Flensburg-Handewitt die zu Hause spielenden Füchse Berlin mit 30:25. Nordderby Zu Beginn der Saison glaubte nicht jeder daran, dass Flensburg erneut um die Meisterschaft mitspielen könnte. Auch Trainer Maik Machulla zählte sein Team nicht zu den großen Favoriten der Saison. Eine Ursache für diese Skepsis waren sicherlich die Umbrüche in der Mannschaft, die unter anderem mit Torhüter Mattias Andersson und Spielmacher Thomas Mogensen zwei wichtige Leute verloren hat. Die aktuellen Siege der Flensburger weisen aber darauf hin, dass die neue Flensburger Mannschaft das relativ gut kompensiert haben könnte. Bei den Sportwetten darauf, wer in der aktuellen Saison deutscher Meister wird, gehört die SG Flensburg-Handewitt  neben den Rhein-Neckar Löwen zu den Top-Favoriten. Direkt dahinter folgt der THW Kiel .  
Quoten unterliegen Änderungen.

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