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Rekord-Champion Nadal vor dem zwölften Turniersieg bei den French Open

Ewiges Duell im Halbfinale

Zverev versucht sich gegen Nummer 1 der Welt

Das Spitzentennis macht es den Zuschauern recht einfach. Wer vielleicht vor fünf oder zehn Jahren mal ein paar Jahre Pause von Wimbledon, French Open und Co. einlegen wollte und sich jetzt, pünktlich zur heißen Phase der Grand-Slam-Saison, mal wieder für den Sport interessiert, wird immer noch die gleichen Gesichter sehen wie vor einem Jahrzehnt. Schon damals dominierten Rafael Nadal, Roger Federer und Novak Djokovic die Tour, schon damals lieferten sich die Kontrahenten in ihren Duellen glorreiche Partien und schon damals führte beim berühmtesten Sandplatz-Turnier der Welt kein Weg vorbei an Rafael Nadal.

Keine Chance für den Japaner Nishikori

Der Spanier ist ein Phänomen. Elfmal hat er die French Open bereits gewonnen. Seine Bilanz bei diesem Turnier steht nach seinem völlig ungefährdeten 6:1, 6:1, 6:3 gegen den bedauernswerten Japaner Kei Nishikori bei 92 Siegen und zwei Niederlagen. Nadal ist Ehrenbürger von Madrid, war Weltsportler, hat schon in der Jugend sämtliche Rekorde gebrochen – und ist trotzdem noch immer so hungrig auf den Erfolg wie bei seiner ersten Turnierteilnahme. So dominant ist Nadal auf Sand, dass der letzte französische Champion von Roland Garros, Yannick Noah, jüngst in einem Interview verriet, dass ihm der Ausgang der diesjährigen French Open „völlig egal“ sei: „Für mich sind die Emotionen das Wichtigste in dieser Branche – und bei ihm empfinde ich gar nichts. Es gibt mir nichts mehr, wenn ich ihm dabei zusehe, wie er das Finale gewinnt, auf dem Boden liegt, seinen Pokal nimmt und sich bei den Sponsoren bedankt.“

 

Im Halbfinale wird Nadal auf eine andere Siegesmaschine treffen: den ewigen Rivalen Roger Federer, der zuletzt vier Jahre in Paris aussetzte und sich gleich standesgemäß zurückmeldete. Im Viertelfinale gegen seinen Landsmann und Sieger von 2015, Stan Wawrinka, setzte sich Federer in einem spannenden Duell mit 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:5) und 6:4 durch. Am Freitag nun kommt es zum vermutlich aufregendsten Duell dieses Turniers. „Wir haben die wichtigsten Momente unserer Karrieren auf dem Platz geteilt“, ließ Nadal vor dem Spiel gegen Federer verlauten, „dies wird die nächste Episode.“ Und Supermann Federer erklärte, dass es vor allem der Reiz am Aufeinandertreffen mit Nadal gewesen sei, der ihn zu diesem nächsten Comeback motiviert hatte. Der Schweizer hat mit dem Sandplatz-Dominator noch ein paar Rechnungen offen: viermal traf er bereits im French-Open-Finale auf den Spanier, viermal verlor er. Für einen wie Federer, der sonst alles gewonnen hat, ein unerträglicher Zustand. Vor genau zehn Jahren gelang ihm der einzige Triumph in Paris. Zum Vergleich: bei den drei anderen Grand-Slam-Turnieren hat er bislang sage und schreibe 19 Titel eingeheimst.

Wie schlägt sich Zverev gegen Novak Djokovic?

Und auch ein Deutscher befindet sich noch im Rennen: Alex Zverev trifft an diesem Mittwoch (Spiel bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) im Viertelfinale auf den Weltranglistenersten Novak Djokovic, den er zuletzt bei der ATP-WM besiegen konnte. „Ich habe große Lust auf so ein Viertelfinale“, erklärte Zverev. Der Sieger dieser Partie bekommt es mit dem Gewinner der Begegnung zwischen dem Österreicher Dominic Thiem und dem Russen Chatchanov zu tun. Der vermeintlich einfachere Weg ins Finale von Paris. Wo sich, aller Voraussicht nach, auch in diesem Jahre Rafael Nadal mal wieder auf den roten Sand legen wird. Armer Yannick Noah.

Auch die Buchmacher sehen den Spanier als großen Favoriten. Für einen Sieg von Nadal gegen Federer steht die Quote bei , setzt sich der Schweizer durch, gibt es .

Mein Tipp: Federer überrascht mal wieder die Tenniswelt und wirft tatsächlich Rekordchampion Nadal aus dem Turnier, muss dafür aber kämpfen wie ein Löwe: Sieg in 3:2 Sätzen für Federer .

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